Marketing & Werbung

Marketing Cafe mit Zielgruppe Frauen

Ein Cafe in Tokio wertet die Speisekarte mit Produktproben auf.

Es ist 2 Jahre her, da gab es in den Medien einen Bericht über das Sample Lab in Tokio, ein nur für Beitrag-zahlende Mitglieder zugänglicher Laborraum im Iceberg-Building in Harajuku (Tokio), wo Verbraucher Proben neuer Produkte ausprobieren und bewerten können. Natürlich wurde das Konzept schnell auch in anderen Teilen der Welt aufgegriffen. Doch nun feiert das originale Sample Lab eine Wiedergeburt - mit LCAFE, einem einzigartigen Marketing-Café, dessen Zielgruppe Frauen zwischen ihrem 20. und 40. Lebensjahr sind. In entspannter und lockerer Atmosphäre erhalten die Frauen im Gegenzug für Ihren Besuch im Café und die Sichtung der Produkte kostenfreie Proben.

Einfach per Handy registrieren

LCAFE befindet sich im Tokioter Stadtteil Shibuya, der für sein kommerzielles Zentrum bekannt ist. In bester Lage also, um richtungsweisende Käufer anzulocken. Frauen, die am LCAFE-Programm teilnehmen möchten, registrieren sich per Handy unter Angabe ihrer persönlichen Stammdaten wie Alter, Familienstand und Wohnadresse. Mit jeder Bestellung auf Speisen oder Getränke erhalten die Frauen einen L-Coin. Die LCoins können an der Sample-Bar gegen Produktproben eingetauscht werden. Unterdessen wird Sample Lab durch Bar-Kodes auf den Handys der Kundinnen genau darüber informiert, wer welche Probe erstanden hat. Nach ihrer Einkehr im LCAFE werden die Frauen mittels einer auf elektronischem Wege durchgeführten Erhebung zu ihrer Meinung über die Proben befragt. Willigt die Befragte einer Veröffentlichung ihrer Angaben ein, erhält sie zum Dank weitere Gutscheine.

Die Palette der angebotenen Proben reicht von Lebensmitteln und Getränken bis zu Produkten der Körperpflege. So schlägt LCAFE gleich 2 Fliegen mit einer Klappe: Auf der einen Seite können Marken durch die Verteilung von Proben das Verbraucherterrain sondieren und auf der anderen Seite stellt LCAFE mit seinem Konzept eine Plattform für Experience-based-Marketing zur Verfügung. Vor einiger Zeit präsentierte das Café im Rahmen einer Promotion-Aktion für Biblio, den neuen E-Book Reader von Toshiba, Werbefotos auf Tischen, Servietten und Uniformen des Personals. Auf jedem Tisch wurde eines der Biblio-Bücherhandys nebst einer speziell für Toshiba kreierten Speisekarte platziert.

Nicht aufdringlich aber doppelt wirksam

Dass das Geschäft gut ankommt, ist offensichtlich. Seit der Eröffnung im Sommer diesen Jahres konnte LCAFE schon über 2.000 „Trysumers", also probierfreudige Kundinnen für sich gewinnen. LCAFE agiert wie ein Hybrid aus einem herkömmlichen Café und einem Ort für Werbeveranstaltungen, an dem Produktproben verteilt werden. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein durchaus Sinn machendes Modell, da es auf zweierlei Weise Einkommen generiert. Außerdem spricht die indirekte Herangehensweise mit Sicherheit auch Frauen an, die sich nur ungern in einer Schlange nach Werbeprodukten anstehend der Öffentlichkeit präsentieren.

Inzwischen schmiedet LCAFE Expansionspläne in weiteren japanischen Städten, um sich letztendlich als weltweites Marktforschungsunternehmen, ausgerichtet auf junge Frauen, zu etablieren. Nun bleibt nur die Frage, wer ein solches Projekt unmittelbar in der eigenen Region beziehungsweise für die männliche Zielgruppe ins Leben ruft?

 

Kontakt: www.lcafe.jp

 

Seife in Nudelform

Oder: Wenn das Essen baden geht

Dass Seifen in Form von Tierfiguren oder Pflanzen die Badezimmer vornehmlich kinderreicher Familien bevölkern, ist ein alter Hut, und erstaunt niemanden. Aber wundern Sie sich nicht, wenn Sie scheinbar Nudeln anstelle von Seife im Badezimmer ihrer Verwandten und Bekannten vorfinden. Hierbei handelt es sich nicht um einen Reinlichkeits-Spleen ihrer Bekannten und Verwandten, wie man meinen könnte. Vielmehr sind dies Vorreiter einer Geschäftsidee, die von Japan aus dieses einzigartige Badeprodukt nun auch auf unserem Kontinent vermarkten will.Schleichwerbung auf innovative... weiterlesen

 
 

Werbung auf der Badekappe

"Individuelle" Bademode der Firma „Swimcapz"

Mit einer höchst originellen und eher ungewöhnlichen Geschäftsidee feiert derzeit die Firma „Swimcapz" beträchtliche Erfolge. Das kanadische Unternehmen mit Sitz in Toronto hat sich seit einigen Jahren auf das Bedrucken von Schwimmkappen spezialisiert, die allerdings relativ kostengünstig in Malaysia produziert werden. Die eingesetzte Technik ist darauf ausgerichtet, pro Tag tausende von Schwimmkappen den individuellen Kundenwünschen nach zu bedrucken. Gemäß dem Motto „Designed by you" hat der Auftraggeber dabei die... weiterlesen

 
 

Werbung auf Seifenblasen

It´s Not a Bird. It´s Not a Plane. It´s a Flogo!

Flogos steht für fliegende Logos oder „floating logos", und ist eine Geschäftsidee der Firma Snow Masters Inc. aus den USA. Snow Masters Inc. besteht aus den beiden Geschäftsführern Francisco Guerra und Brian Glover. Guerra war früher als Zauberkünstler tätig. Während dieser Zeit hatte er die Idee, Seifenblasen in Form von Logos zu kreieren. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Glover tüftelte er an einer möglichen Umsetzung. Eine kleine Werkstatt im Norden Alabamas diente den beiden als Labor. Die unmittelbare Einöde... weiterlesen

 
 

Zeig was Du (gekauft) hast!

Das Portal Blippy aus Kalifornien bezeichnet sich selbst als lustige und einfache Möglichkeit zu sehen, was Leute so kaufen.

Längst haben viele Menschen bekannte Communities wie zum Beispiel "wer-kennt-wen", "facebook" oder "studivz" für sich entdeckt, um Bekannte zu finden, Kontakte zu knüpfen und über diese Plattformen zu kommunizieren.2007 wurde diese Art der etwas anderen Community in China erstmals angeboten und nun kommt diese geniale Geschäftsidee aus Kalifornien nach Deutschland.Man kann sich auf der Internetplattform kostenlos anmelden und - wie bei anderen Communities auch - Freunde finden.Das Neue an dieser Geschäftsidee ist allerdings, dass nach der Registrierung... weiterlesen

 
 

Werbung direkt auf die Hand

... und Cups Media zeigt, wie es geht.

Mit kostenlosen Pappbechern Werbebotschaften verbreiten. Mit dieser Idee gründete Frau Joelle Goh zusammen mit Partnern im Jahr 2009 in Singapur die Firma Cups Media. Die Wirtschaftskrise und die Erkenntnis, dass bisherige Geschäftsmodelle nicht mehr greifen, sondern neue, Kosten sparende Ideen auf dem Vormarsch sind, waren der ausschlaggebende Punkt für die Gründung von Cups Media. Diese Geschäftsidee ist so genial wie einfach. Cups Media schickte Pappbecher kostenfrei an ausgewählte Kunden. Somit war die Tür offen für die Marketingidee, Werbung auf... weiterlesen



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Quelle: Tagesspiegel

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