Als Stadtführer selbstständig sein
Stadtführer ist man nicht von Beruf, sondern Stadtführungen sind eine Berufung.
Es ist aber für jemanden, der gerne erzählt, viel weiß und vor Publikum nicht panisch wird, eine gute Geschäftsidee. Die idealen Voraussetzungen, um als Stadtführer zu arbeiten, sind folgende: Interesse für Kunst und Geschichte, ein gutes Allgemeinwissen, gute Umgangsformen, eine deutliche Aussprache, gute Sprachbeherrschung und eine gute Stimme. Der letzte Punkt sollte nicht vernachlässigt werden, denn es gibt nichts anstrengenderes, als eine Stunde oder länger eine Stadtführung durch einen Stadtführer mit zu leiser oder zu schriller Stimme mitmachen zu müssen. Es wird dann nämlich zur Nebensächlichkeit, was der kundige Stadtführer erzählt, man ist nur von der Stimme genervt.
Hintergrundwissen auf spannende Art: Themenvielfalt als Vorteil
Fremdsprachen sind natürlich gefragt. Englisch gilt als Standard, Französisch, Spanisch und Italienisch sind gut und die osteuropäischen Sprachen sind im Kommen. Je mehr Sprachen man beherrscht, um so größer die Chancen sich zu etablieren, seine Geschäftsidee zu realisieren. In den meisten Fällen arbeitet man selbständig, ist aber abhängig von einem Fremdverkehrsbüro. Das ist der ideale Fall, denn man braucht nicht selber nach Kundschaft zu suchen, sondern bekommt die Aufträge über das Touristenbüro zugewiesen.Wichtig ist: spezialisieren Sie sich: Eine Stadtführung kann auch das heutige Leben beschreiben, einen bestimmten, spannenden Kiez in der Großstadt oder gar eine kulinarische Führung durchs Stadtzentrum.
Ausbildungen zum Stadtführer gibt es selten, höchstens Lehrgänge über bestimmte geschichtliche Themen, die über eine Volkshochschule angeboten werden. Das Geschäftskonzept ist einfach: Viel Eigenarbeit ist erforderlich; Recherchen in Stadtbüchereien und/oder Unterhaltungen mit alteingesessenen Einwohner sind Gold wert.
Eine Stadtführung ist Unterhaltung; es sollten keine Geschichtsdaten herunter gerattert werden, sondern eine in sich stimmige Geschichte erzählt werden. Die Touristengruppe, die eine Stadtführung gebucht hat, darf nicht merken, wie viel Arbeit hinter dem fertigen Vortrag steckt.
Sich viel aneignen und sich als Freelancer bei einer Touristikinformation anbieten, das ist die Lösung zum Geschäftskonzept, das sich eher als Nebenverdienst eignet.
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