Büromöbel – mehr als nur ein Arbeitsplatz

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Und dieser Arbeitsplatz sollte bestimmten ergonomischen Anforderungen genügen, um bleibenden Schäden vorzubeugen. So ist etwa gut beraten, wer extrem höhenverstellbare Arbeitstische nutzt, an denen auch stehend gearbeitet werden kann. Dies dient der Vorbeugung von Muskel- und Skelett-Erkrankungen bei einem Teil von Bürobeschäftigten. Allerdings sind Büromöbel, die diesen Anforderungen genügen, im Preis in der oberen Liga angesiedelt.

Für die Steh-Sitzdynamik gibt es zwar auch kostengünstigere Lösungen wie etwa das additive Stehpult. Jedoch „verkommen" diese nur allzu oft zu einer zusätzlichen Ablagefläche. Unter der Tischfläche muss genügend Beinfreiheit herrschen, Rollcontainer sollten den Vorzug vor fest montierten Unterzügen erhalten. Matte Tischoberflächen mit Reflexionsgraden zwischen 20 und 50 % erweisen sich als die bessere Wahl, Kabelkanäle bringen Ordnung in den Kabelsalat und machen bösen Stolperfallen ein Ende.

Büromöbel - keine Kompromisse an die Ergonomie machen

Beim Arbeitsstuhl sollte man an Ausstattung und Ergonomie keine Kompromisse machen. Er trägt uns acht Stunden am Tag, nicht nur unser Gewicht, sondern auch unsere Launen, wenn mal wieder etwas schief läuft und wir uns genervt in ihn schmeißen. Daher sollte dieses Büromöbel den Nutzer beim Hinsetzen abfedern. Dadurch wird die Stoßbelastung der Wirbel auf ein Minimum reduziert.

Um Stand- und Kippsicherheit zu gewährleisten, müssen mindestens fünf Rollen ihren Dienst verrichten. Testen Sie einen neuen Stuhl, indem Sie die Rückenlehne maximal nach hinten stellen. Wenn es kippelig wird, hat dieser Stuhl in einem Büro, das die Grundprinzipien der Ergonomie befolgt, nichts verloren.

Die Lehne sollte ausreichend hoch und selbstverständlich verstellbar sein, auch hier gilt es dem Nutzer größtmögliche Entlastung und Unterstützung zu gewähren. Ein moderner Bürostuhl verfügt über höhenverstellbare Armauflagen, dies trägt entscheidend zur Entlastung des Schulter-Nackenbereichs bei. Gut beraten ist, wer abwechselnd mal im Sitzen und mal im Stehen arbeiten kann. Ansonsten ist für diejenigen, die den ganzen Tag nicht aus ihrem Stuhl herauskommen, immer wieder mal eine Pause mit gymnastischen Übungen das Maß aller Dinge.

Die Übungen sollen dem körperlichen Ausgleich dienen, dürfen aber die Ausübung der Tätigkeit nicht behindern.

Sofern Armauflagen eingesetzt werden, sollten diese in der Höhe verstellbar (Höhe über dem Sitz min. im Bereich von 20 bis 25 cm), min. 20 cm lang und 4 cm breit sein.

Alternative Sitzmöbel können in Einzelfällen sinnvolle Ergänzungen, nicht aber Ersatz für Bürodrehstühle sein. Auch alternative Sitzmöbel müssen den Anforderungen an Stand- und Kippsicherheit genügen und einen ausreichenden Schutz vor dem Wegrollen aufweisen.

In Zeiten schwacher Konjunktur überlegen sich Unternehmer genau, wo sie die nicht mehr so reichlich vorhandenen Mittel investieren. Büromöbel stehen da sicherlich nicht oben auf der Liste. Doch die positiven Signale aus der Wirtschaft und eine anziehende Konjunktur haben nun auch den Wirtschaftszweig Büromöbel erreicht. Im zweiten Quartal 2010 verzeichneten die deutschen Büromöbelhersteller ein Umsatzplus in Höhe von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit scheint die Talsohle in der Produktion von Büromöbeln überwunden zu sein.

Was diese Zahl bedeutet, wird erst sichtbar beim Verglich der ersten Quartale. Noch im ersten Quartal 2010 lagen die Produktionszahlen mit minus 9,0 Prozent deutlich unter Vorjahresniveau. Eine scharfe Umkehr der Verhältnisse also, für die das Wort Trendwende nicht ausreicht. 2009 musste die Branche sogar einen Umsatzrückgang von 23,0 Prozent verkraften.

Erfreulich positiv entwickelt sich derzeit die Nachfrage aus dem Ausland. Bei den Umsätzen im Auslandsgeschäft verzeichneten die Büromöbelproduzenten im zweiten Quartal 2010 ein Umsatzplus von 8,9 Prozent. Aufgrund des auch im Export noch deutlich schlechteren ersten Quartals schlossen die Auslandsumsätze im ersten Halbjahr aber insgesamt noch mit einem leichten Minus in Höhe von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Das Inlandsgeschäft schlug im ersten Halbjahr 2010 mit -2,8 Prozent und im zweiten Quartal 2010 mit +4,5 Prozent zu Buche.

Erstklassige Büromöbel für beste Arbeitsplatzgestaltung

Dass sich Investitionen in moderne und ergonomische Büromöbel lohnen, zeigen unterschiedliche Studien. Organisatorische Maßnahmen und eine Vielzahl von Mitteln der Unternehmensführung stehen zur Verfügung, um die Kreativität der Mitarbeiter zu wecken. Unterschätzt wird in diesem Zusammenhang die Wirkung des Arbeitsumfeldes auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten.

So können beispielsweise komplett „offene" Arbeitsräume mit dicht gedrängten Schreibtischen und ohne jede optische Rückzugsmöglichkeit ein Gefühl von Kontrolle und mangelnder Wertschätzung erzeugen. Sie verstärken damit ohnehin schon vorhandenen Leistungsdruck und konterkarieren sinnvolle, organisatorische Maßnahmen. Auch monotone Arbeitsumfelder und offensichtlich lieblos ausgewähltes Mobiliar sind nicht angetan, Mitarbeiter zu motivieren. Andererseits kann eine gute Arbeitsplatzgestaltung die organisatorischen Maßnahmen unterstützen und verstärken. Den Mitarbeiter wird´s freuen, er kann seine Kreativität voll ausspielen und wird so zur wichtigen Stütze seines Arbeitgebers - nicht zuletzt dank hervorragender Büromöbel im passenden Umfeld.

Sofern Mischarbeit (Büroarbeit mit und ohne Computerunterstützung) praktiziert wird, sind pro Arbeitsplatzinhaber sowohl ein Schreibarbeitsbereich als auch ein Computerarbeitsbereich vorzusehen.

Die Schreibtischfläche sollte mindestens die Bemaßung 1600 x 800 mm aufweisen.

Die Computertischtiefe sollte min. 1000 mm betragen, sofern herkömmliche CRT-Monitore (sogenannte Röhrengeräte) mit Bildschirmdiagonalen ab 17 Zoll verwendet werden. Kommt am Arbeitsplatz ein TFT-Monitor (sogenannte Flachbildschirme) zum Einsatz, kann die Tischtiefe auf 800 mm verringert werden.

Eine Winkelkombination zwischen Schreib- und Computerarbeitstisch erweist sich aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen an Schreib- und Kommunikationsbereich, an die Positionierung des Monitors und insbesondere an die Beleuchtung (siehe unten) als vorteilhaft. Die nutzbare Breite des (Computer-)Tisches sollte in einer Winkelkombination mindestens 600 mm betragen.

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