Buy one Give one: mit Krawatten für mehr Bildung kämpfen
Buy one Give one - das ist ein Prinzip, das sich an Rabattaktionen orientiert, die schon lange im Trend liegen.
Mit Kundenkarten, Sonderangeboten und dem weit verbreiteten Prinzip "buy one - get one free" ziehen Geschäfte Schnäppchenjäger an und machen erfolgreich auf sich aufmerksam. Sonderaktionen allein sind schon eine nicht zu unterschätzende Geschäftsidee. Wo es noch etwas umsonst dazu gibt, kaufen die meisten Leute besonders gern ein. Aber passt das Buy one Give one - Prinzip hier dazu? Ja, es ist sozusagen die Königin der Rabattaktionen.
Krawatten und Bildung
Die neuartige Rabattaktion hat das amerikanische Unternehmen FIGS ins Leben gerufen. FIGS vertreibt Krawatten und Fliegen für den modernen Mann, gibt modebewussten Herren mit diesen Accessoires das stilvolle i-Tüpfelchen. Gleichzeitig aber sieht sich das erfolgreiche Modeunternehmen in einer gesellschaftlichen Verantwortung. Hier kaufen elegante Herren ein, die sich die teuren Krawatten und Fliegen aus edlen Materialien leisten können, die meist über gute Jobs verfügen, nachdem sie die nötige Ausbildung für ihren jetzigen Lebensstandard erhielten. Hier wird eine Elite eingekleidet, ohne elitär zu sein. Denn das Buy one Give one - Prinzip bedeutet: für jeden verkauften Schlips und jede Fliege bekommt ein afrikanisches Kind eine Schuluniform.
An vielen Schulen in Afrika besteht Schuluniformpflicht. Wer sich keine leisten kann, dem bleibt die Schulbildung verwehrt. Armut ist ein weit verbreitetes Problem auf dem afrikanischen Kontinent und nur mit genügend Bildung haben afrikanische Kinder die Chance, sich und ihre Familien gut und selbst zu versorgen.
Die Geschäftsidee des Buy one Give one - Prinzips ist sozusagen eine soziale Rabattaktion. Für eine erstandene Krawatte gibt es die Schuluniform - und somit den Eintritt ins Bildungssystem - für ein afrikanisches Kind gratis dazu. Der Kunde erhält so nicht nur ein hochwertiges Kleidungsstück, sondern kann gleichzeitig helfen und sich sozial engagieren - für den Grundstein eines chancenreichen Lebens: die Bildung.
Seit 2010 versorgt das kalifornische Unternehmen 105 Schulen in Tanzania und Kenia. Es hofft, sein Engagement bald afrikaweit auszubreiten, um noch mehr Kindern den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. In Zeiten, in denen Armut und Ausbeutung immer größer werden, ist Unterstützung immer wichtiger. Gerade Unternehmen können hier Exempel statuieren und durch eine soziale Firmenphilosophie eine breite Öffentlichkeit erreichen, zur Mithilfe animieren und so zu mehr Gerechtigkeit beitragen.
Hier sind auch Unternehmen aus Deutschland gefragt. Helfen kann man überall. Tiere, Pflanzen und Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern benötigen Unterstützung von denen, die sich die Hilfe leisten können und wollen. Ob in der eigenen Nachbarschaft oder auf fremden Kontinenten: nach Hilfsbedürftigen muss man nicht lange suchen. Man muss ihnen nur noch helfen.
Kontakt: wearfigs.com
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