(31.05.2010)

Der eigene Plattenladen als Geschäftsidee

Mit einem Schlag war die geschichtsträchtige Ära der Platte vorbei. Übernacht hielt die CD Einzug in deutschen Haushalten und das einst so geliebte runde Vinylstück landete im Schrank oder im Müll.

Jeder Song wurde auf CD gebrannt und bald verschwanden auch die Plattenspieler aus den Häusern. Heute wird Musik direkt vom Internet heruntergeladen und der Stöpsel des MP3-Players schmückt nicht nur die Ohren von Teenagern. Doch im Laufe der Zeit hatten gerade Musik-Kenner die Revolution im Plattenschrank satt. In den Köpfen sehnt man sich zurück nach den guten alten Zeiten. Selbst in den großen Elektronik-Märkten kann man heute wieder Plattenspieler in allen Formen und Farben finden. Springen Sie auf diesen Zug mit auf und eröffnen Sie Ihren eigenen Plattenladen.

Die Ware beschaffen

Sie können Platten natürlich nicht einfach so im Großhandel aufkaufen, denn bei den Vinylteilen handelt es sich ja schon fast um eine Antiquität. Bevor Ihr Laden also richtig los legen kann, müssen Sie die Schallplatten einkaufen. Alternativ können Sie auch den Kunden um den Plattenwunsch bitten und dann im nachhinein auf Suche gehen. Letzteres birgt jedoch die Gefahr, dass Sie dem Kunden womöglich keine Ware anbieten können. Es gibt nämlich Schallplatten die eine absolute Rarität sind und wo selbst bei EBay noch einige hundert Euro für geboten werden. Daher ist es einfacher ganze Plattensammlungen aufzukaufen. Vielleicht haben Sie ja doppelt Glück und es befindet sich das ein oder andere Schnäppchen darunter.

Der Online-Verkauf

Wenn Sie nur Platten verkaufen wollen, dann sollten sie das über EBay machen. Der finanzielle Aufwand ist gering. Zudem ist der Verkauf einfacher als über eine eigene Homepage. Bei der eigenen Homepage müssen Sie den Warenbestand ständig aktualisieren. Das kann unter Umständen viel Zeit in Anspruch nehmen. Bei EBay geben Sie einfach die Ware zur Auktion, die Sie gerade neu erworben haben. Achten Sie immer darauf, dass sich die Platten in einem guten Zustand befinden. Niemand verlangt von Ihnen, dass Sie Platten ohne Gebrauchsspuren verkaufen. Das wird in Anbetracht des Alters der Platten kaum möglich sein. Allerdings sollten die Platten auch nicht verkratzt sein. Sie müssen noch einwandfrei abzuspielen sein und sollten nicht springen.

Der eigene Laden

Sobald Ihr Bestand an Platten groß genug ist können Sie auch über die Eröffnung Ihres eigenen Ladens nachdenken. Bedenken Sie aber, dass die Anmietung von Gewerbeflächen teuer sind. Das gilt erst Recht, wenn der Laden in der Nähe der Innenstadt liegt. Zudem benötigen Sie Einrichtungsgegenstände. Am besten bewahren Sie die Platten in geeigneten Boxen auf. Sie könnten auch alternativ Wäschekörbe nehmen. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass der Kunde die Ware schnell findet und auch in Ruhe stöbern kann. Sie sollten Die Platten nach Kategorien sortieren. In den Kategorien sollten Sie nochmals alphabetisch nach Interpreten sortieren.

Auch die Eröffnung des Ladens ist mit Kosten verbunden. Sie müssen nämlich die Kunden erst einmal ins Geschäft locken. Dort müssen Sie sie dann von Ihrem Angebot überzeugen. Nur wenn der Kunde gut beraten wird und sein Einkauf erfolgreich ist, wird er nochmal in Ihren Laden kommen.

Bedenken Sie, dass neben den ersten Kosten auch laufende Rechnungen fällig werden. Sie müssen wie jeder andere Bürger auch Steuern zahlen. Unter Umständen kommen noch regionale Abgaben und Gebühren für die Nutzung von Kundenparkplätzen oder Zufahrtswegen hinzu. Ihr Laden wird kaum ohne Strom, Wasser und Heizung auskommen. Diese laufenden Kosten sollten Sie nicht unterschätzen. Das gilt erst Recht für das Innenlicht oder Reklameleuchten, die Sie auch außerhalb der normalen Öffnungszeit brennen lassen.

Wer sich gleich mit dem eigenen Plattenladen selbstständig machen will, der sollte über ein gutes finanzielles Polster verfügen.

 

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