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Das amerikanische Startup-Unternehmen Anjuno möchte die Musik- und eBook-Welt verbessern, sowohl für Künstler, als auch für Fans.

Momentan steckt die Musikbranche in einer tiefen Krise. Bei der Art und Weise, wie die Musikindustrie derzeit aufgebaut ist, bekommen die Künstler nur einen Bruchteil von dem Geld, das die Fans für ihre CDs ausgeben.

Genau dort möchte Anjuno ansetzen. Das Unternehmen sieht keinen Sinn darin, dass Fans die Manager, Plattenfirmen etc. und nicht ihren favorisierten Künstler selbst bezahlen. Das Prinzip von Anjuno ist einfach: Im Internet gibt es eine gleichnamige Plattform, auf der Künstler ihre Songs, eBooks und Games hochladen können und dem gesamten World Wide Web zum Download bereitstellen. Derjenige, der sich die Lieder des Künstlers herunterlädt, bezahlt dafür, was er möchte. Anjuno glaubt an das Prinzip der Gegenseitigkeit, d.h. wahre Fans sind bereit, ihre Künstler zu unterstützen und für sie zu bezahlen, weil sie sie lieben.

 

Vorbild Radiohead

 

Ein Beispiel, dass diese Geschäftsidee funktionieren könnte, gab die Gruppe Radiohead. Sie haben ihre Musik mit demselben Muster vertrieben und 10 Millionen Dollar verdient.
Das genaue Prinzip von Anjuno funktioniert folgendermaßen: Sowohl Künstler als auch Fans melden sich kostenlos auf der Anjuno-Plattform an. Die Künstler laden ihre Musik oder ihr eBook hoch. Die Fans legen einen Account an, der mit mindestens einem Dollar gefüllt sein muss. Dann können Sie sich jede Musik, jedes Spiel oder jedes eBook, dass sie gut finden, downloaden und anschließend bezahlen, was sie möchten. Der Künstler bekommt dann 85 Prozent von diesem Geld - der Rest ist für die Betreiber von Anjuno.
Laut Anjuno ist ein Vorteil ihres Prinzip, dass keine Daten-Piraterie betrieben wird, denn die Stücke sind ja sowieso für jeden frei zugänglich.
Es ist durchaus ein ungewöhnliches Geschäftsmodell, aber die Betreiber von Anjuno glauben daran, dass Künstler damit mehr Geld verdienen können als mit dem bisherigen Modell. Besonders in Zeiten der digitalen Medien sind Piraterie und illegale Downloads ein großes Problem. Daran liegt es nämlich, dass die Umsätze der Musikindustrie so stark sinken.
Anjuno ist vor allem für solche Künstler geeignet, die nicht bei einer Plattenfirma oder einem Verlag unter Vertrag sind und nicht die Mittel haben, um umfangreiche PR zu betreiben. Für diese ist Anjuno der direkteste Weg zu potentiellen Fans.
Seit Mai 2009 gibt es Anjuno. Wie sich die Plattform entwickeln wird, bleibt abzuwarten, denn es gibt viele Skeptiker, die nicht glauben, dass sich ein Bezahl-was-du-willst-Modell rentieren wird. Allerdings hat Anjuno keine großen Ausgaben, außer die für die Pflege ihres Internetauftritts.

 

Kontakt: http://www.anjuno.com/

 

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