(15.04.2010)

Ein eigenes Taxi-Unternehmen

Taxen fahren seit Erfindung des Autos. Gerade in jüngster Zeit wird Taxifahren immer beliebter.

Taxen fahren seit Erfindung des Autos. Gerade in jüngster Zeit wird Taxifahren immer beliebter. Das liegt daran, dass die Unterhaltungskosten für einen eigenen PKW von Jahr zu Jahr steigen. Immer mehr Menschen schaffen das Auto ab. Die wenigen Fahrten, die getätigt werden, werden per Taxi zurückgelegt. Dadurch lässt sich Geld sparen.

Das sollten Sie mitbringen

Wer Taxi fahren will, der benötigt gute Ortskenntnisse. Vom Gesetz her benötigen Sie einen Personenbeförderungsschein. Vielerorts ist auch zusätzlich ein Taxischein erforderlich. Hierzu sollten Sie sich bei der örtlichen Stadtverwaltung erkundigen. Manchmal kann Ihnen auch die Industrie- und Handelskammer oder das Straßenverkehrsamt weiterhelfen.
Das Sie ein guter Autofahrer sind versteht sich ja von selber. Sie sollten natürlich gerne mit Menschen umgehen.

Groß-Unternehmen oder Ein-Mann-Betrieb

Ob Sie direkt mit einem großen Unternehmen einsteigen oder sich zunächst nur als Fahrer orientieren wollen, bleibt Ihnen überlassen. Sie sollten bedenken, dass ein Ein-Mann-Betrieb wesentlich weniger Risiken birgt. Hier benötigen Sie nur ein eigenes Taxis. Die Anschaffungskosten sind somit überschaubar. Vielleicht eignet sich auch Ihr eigenen PKW als Taxi. Sie könnten Ihn umbauen lassen.
Ein großes Unternehmen mit drei oder vier Taxen bleibt leider auch in der heutige Zeit ein Risiko. Sie können nie wirklich voraussagen, ob Ihr Unternehmen auch läuft. Zudem ist gerade in dieser Branche die Konkurrenz groß. Sollten Sie den Schritt trotzdem wagen wollen, dann sollten Sie ein bereits etabliertes Unternehmen übernehmen. Suchen Sie nach einem Taxibetrieb, der zum Beispiel aus Altersgründen einen neuen Besitzer sucht.

Eine zusätzliche Geldeinnahme

Taxen fahren den ganzen Tag durch die Stadt und sind deshalb auch willkommene Werbeträger. Nutzen Sie auch Ihr eigenes Taxi als Werbefläche. Lassen Sie den Wagen mit der gewünschten Aufschrift bedrucken. Entweder Sie kassieren regelmäßig eine gewisse Summe des Werbenden oder Sie werden für das werbende Unternehmen exklusiv als Fahrer tätig. Letzteres hat aber nur Erfolg, wenn es sich um ein großes Unternehmen handelt und eine gewisse Anzahl von Fahrten garantiert ist.

Als Neuling haben Sie kaum Rechte!

Taxifahrer sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Viele Fahrer sind seit eh und je in diesem Geschäft tätig. Neulinge sind ihnen ein Dorn im Auge, da Sie eine ernsthafte Konkurrenz darstellen. Das gilt erst Recht, wenn Sie mit einem neuen Fahrzeugen ihre Dienste verrichten. Glauben Sie bloß nicht, dass der Einstieg in dieses Geschäft einfach ist. Gerade selbstständige Fahrer werden oft von Kollegen gemobbt, da der Konkurrenzkampf sehr hoch. Sie sollten an frequentierten Plätzen besondere Vorsicht walten lassen. An Flughäfen und Bahnhöfen haben viele Ihrer zukünftigen Kollegen schon seit ewiger Zeit ihren Stammplatz. Das müssen Sie als Neuling akzeptieren. Bevor Sie an der Reihe sind, haben die Kunden längst andere Taxen bestiegen. Reden hilft hier. Sprechen Sie Ihre Konkurrenzfahrer freundlich an und fragen Sie nach den Regeln für diesen Taxiplatz. Manchmal geht es auch einfach nur der Reihe nach. Das bedeutet, dass Sie sich einfach hinten anstellen. Irgendwann erreichen auch Sie die Flughafen- oder Bahnhofstüre und können so problemlos Kunden aufnehmen.
Ein guter Rat: Akzeptieren Sie die Regeln. Auf Dauer gibt es nur Ärger. Also legen Sie sich nicht mit älteren und erfahrenen Kollegen an.

Taxifahrer leben gefährlich

Der Taxifahrer-Job hat seine Risiken. Fast täglich werden Taxifahrer Opfer von Raub und Überfällen. Nicht selten enden diese kriminellen Handlungen tödlich. Egal wie vorsichtig Sie auch sind, es wird immer ein gewisses Risiko geben. Trotzdem möchten wir Ihnen an dieser Stelle einige Tipps geben, wie Sie sich erfolgreich schützen können. Sofern es sich einrichten lässt, sollten Sie nicht in der Nacht fahren. Das gilt insbesondere für Taxifahrerinnen. Diese sollte auch Nachtfahrten ganz verzichten. Natürlich wissen Sie nie genau, wo Ihr nächster Einsatz Sie hinführt. Sollten Sie Ihre Abholadressen von einer Taxizentrale erhalten, dann klären Sie von vorneherein ab, dass Sie nicht in die sozialen Brennpunkte der Stadt fahren. Sollten Sie bei den Fahrgästen Bedenken haben, dann ist es Ihr gutes Recht, die Mitnahme zu verweigern. Betrunkene Personen sollten Sie generell nicht aufnehmen. Auch sonstige Personen, die unter Drogeneinfluss stehen, gehören nicht in Ihr Taxi. Meiden Sie, sofern es möglich ist, abgelegene Gebiete. Bleiben Sie gerade in der Nacht auf den großen und beleuchteten Straßen. Dafür sollten Sie auch Umwege in Kauf nehmen. Allerdings dürfen die Kosten für diese Umwege nicht zu Lasten des Kunden gehen. Idealerweise umgehen Sie diese unbeliebten Kunden, indem Sie von Anfang an versuchen, sich ein Stammkunden-Netz aufzubauen.
Sollte der Notfall doch irgendwann einmal eintreten, dann sollten Sie natürlich vorbereitet sein. Lassen sie Ihr Taxi mit einem Alarmknopf ausstatten. Dieser sollte möglichst in Lenkradnähe liegen. Seine Bedienung sollte unauffällig möglich sein. Die Zentrale und die Polizei können so sofort reagieren. Ideal sind auch Fahrzeuge mit GPS. Im Falle einer Entführung oder eines Überfalles kann Ihr Fahrzeug sofort geordnet werden. Sorgen Sie ferner dafür, dass Sie immer ein funktionstüchtiges Handy bei sich tragen. Das Mobiltelefon gehört an Ihren Körper. Für den Fall, dass man Ihnen das Taxi stiehlt, können Sie sofort Hilfe holen.
Sie werden schnell merken, dass Fahrgäste, die Ihnen nicht koscher sind, zu einem Problem werden können. Das gilt erst Recht, wenn die Fahrgäste sich auf der Rückbank befinden. Werden Sie von hinten angegriffen, so haben Sie kaum Chancen. Daher sollten Sie sich auch hier gut vorbereiten. Machen Sie einen Selbstverteidigungskurs und trainieren Sie dabei gezielte die Abwehr von Angriffen aus dem Hinterhalt. Bücher zum Thema finden Sie bei Amazon.de.

 

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