(22.03.2010)

Erfolgreiche Neugründung: Der eigene Getränkehandel

Der heutige Getränkehandel ist mit der ursprünglichen Bedeutung gar nicht mehr vergleichbar...

Früher boten Privatleute den Verkauf von Bier und Softgetränken an, weil es Supermärkte noch nicht flächendeckend gab. Zudem waren die Öffnungszeiten der kleinen Tante-Emma Läden kundenunfreundlich. Heute bieten Getränkemärkte riesige Einkaufsflächen mit Angeboten aus der ganzen Welt.

Was benötigen Sie für die Unternehmensgründung?

Die Eröffnung eines Getränkehandels ist eine betriebswirtschaftliche Herausforderung. Sie sollten sich daher mit der Betriebsführung und mit dem Steuerecht auskennen. Die Handwerkskammer oder die Industrie- und Handelskammer bietet entsprechende Kurse an. Sie können sich die Kenntnisse auch anlesen. Das Buch „Grundlagen der Unternehmensführung" von Torsten Wulf und Harald Hungenberg hat sehr gute Bewertungen und könnte auch für Sie interessant sein. Bedenken Sie, dass Sie einen guten finanziellen Grundstock mitbringen sollten. Die teuerste Investition, ist der Kauf oder die Anmietung einer geeigneten Halle. Einen kleinen Getränkemarkt können Sie zwar auch zu Hause führen, aber ob Ihr Unternehmen dann Erfolg haben wird ist allerdings fraglich. Mit einem riesigen Getränkemarkt und einem vielfältigen Angebot, ist Ihr Erfolg dagegen garantiert. Also, suchen Sie sich eine geeignete Fläche. Das kann eine Industriehalle sein oder eine große Ladenfläche.

Was sollten Sie anbieten?

Selbstverständlich muss Ihr Laden sich von den anderen Unternehmen deutlich absetzen. Je größer Ihr Angebot, desto mehr Kunden werden Sie anlocken. Bier wird sicherlich ein Schwerpunktthema sein. Bieten Sie als Basis die gängigsten deutschen Biersorten an. Diese sollten durch ausländische und exotische Biere erweitert werden. Auch die verschiedenen Biervarianten, wie Starkbier, Weißbier, Altbier oder Biermischgetränke sollten in Ihrem Geschäft zu finden sein. Wasser ist heute ein richtiges Modegetränk. Der Kunde unterscheidet hier deutlich. Das nitrathaltige Discounterwasser findet nur noch wenig Absatz. Die Kunden stehen auf hochwertiges und reines Wasser. Es muss mit oder ohne Kohlensäure bereitstehen. Natürlich sollte es aus weltweiten Quellen stammen. Tafelwasser muss genauso zu Ihrem Sortiment gehören wie Quellwasser. Softgetränke bilden das Grundsortiment. Denken Sie auch an Säfte. Die moderne Frau liebt Wellnessgetränke, Kinder mögen Fruchtsäfte und der Vater sein Bier. Decken Sie alle Bereiche ab. Im Sommer ist Grillzeit. Gerne wird dazu ein Bier von Fass getrunken. Bieten Sie auch Fassbier an und vermieten Sie Zapfanlagen. Viele Kunden kaufen für Festlichkeiten ein. Bieten Sie einen Lieferservice oder bieten Sie zusätzlich Partyartikel an. Natürlich müssen auch Wein, Sekt und hochprozentige alkoholische Getränke in Ihrem Geschäft zu finden sein. Holen Sie sich Anregungen bei der Konkurrenz, zum Beispiel bei Bull Getränke.

Der Online-Verkauf

Das Internet ist heute das Medium Nummer eins. Es gibt fast nichts mehr, was man nicht online kaufen und erwerben kennen. Auch immer mehr Getränkehändler haben das entdeckt und tätigen einen Teil Ihrer Verkäufe online. Dazu benötigen zusätzlich eine Homepage. Das Buch „Der Online Shop - Handbuch für Existenzgründer" von Susanne Angeli und Wolfgang Kundler ist hier eine nützliche Lektüre.


Erfolgreich werben

Sie können ein noch so gutes und großes Angebot haben, wenn der Kunde es nicht weiß, dann werden Sie auch nichts verkaufen. Sie müssen werben. Zur Eröffnung brauchen Sie Werbeblätter. Lassen Sie diese möglichst bunt und auf Hochglanz drucken. In der Nachbarschaft finden sich bestimmt ein paar Schüler, die sich einen Euro dazu verdienen wollen. Bitten Sie sie die Prospekte zu verteilen. Auch eine große Zeitungsanzeige gehört dazu. Machen Sie mit der Zeitungsredaktion einen Deal. Versprechen Sie regelmäßig zu werben und verlangen Sie im Gegenzug einen großen Bericht über Ihre Eröffnung. Überhaupt sollten Sie Ihre Kunden regelmäßig ansprechen. Das geht über wöchentliche Flyer oder monatliche Anzeigen. Die Angebote müssen natürlich wirkliche Schnäppchen sein. Reden Sie mit den Lieferanten und bieten Sie zum Bierkastenverkauf gratis Gläser an. Ihre Angebote müssen saisonal verträglich sein. Im Winter muss Glühwein auf dem Programm stehen. Im Sommer Mineralwasser und ein kühles Bier.

 

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