(12.03.2010)

Existenzgründung auf dem Gebiet der Geburtsbegleitung

Die Tätigkeit der Geburtsbegleiterin, auch Doula genannt, stellt für Frauen eine Existenzgründung mit Zukunft dar.

Sie haben die Geburt Ihrer Kinder als ein sehr nachhaltiges und einschneidendes Erlebnis empfunden? Sie können sich vorstellen, anderen Frauen dabei zu helfen, dass die Geburt so positiv und erfüllend wie möglich in der Erinnerung bleibt? Dann machen Sie Ihre Erfahrungen doch zum Beruf und werden Sie professionelle Geburtsbegleiterin.

Was macht die „Doula"?

Als Geburtsbegleiterin, auch „Doula" genannt, leisten Sie Gebärenden in den emotionalsten Momenten des Lebens Beistand. Der Begriff „Doula" leitet sich aus dem Altgriechischen ab und bedeutet „Dienerin der Frau".
Sofern Sie bereits eigene Kinder zur Welt gebracht haben, dann kennen und verstehen Sie die emotionalen Bedürfnisse einer Frau während der Geburt. Geben Sie doch Ihr ganz persönliches Wissen gezielt weiter. Eine „Doula" atmet beispielsweise mit der Gebärenden und hilft ihr mit Massagen zu entspannen. Sie tröstet sie, ermutigt und umsorgt sie. Dabei übernimmt sie jedoch keinerlei medizinische Funktion.

Frauen wünschen Begleitung

Immer mehr Frauen wünschen sich vor, während und nach der Geburt jemanden, der sie emotional und physisch unterstützt. Werdende Mütter investieren gerne in eine Geburtsbegleitung, weil es beruhigend ist. Das gilt insbesondere im Krankenhaus. Eine Geburtsbegleiterin entlastet auch die Männer, die oft von dem traumatischen Erlebnis der Geburt überfordert sind.

Das Modell der Geburtsbegleiterin stammt aus den USA, wo es nur wenige Hebammen gibt. In Deutschland ist das Berufsbild noch kaum angenommen und bisher bieten nur ein paar Dutzend Frauen ihre Dienste als „Doula" an. Als erste „Doula" in Deutschland hat Melanie Schöne ( http://www.meine-doula.de/ ) im Frühjahr 2008 die erste „Doula"-Ausbildung absolviert. Der Bedarf an diesem Dienst ist wachsend.
Nutzen auch Sie diese Chance und verbinden Sie Ihre Mütterlichkeit mit einer beruflichen Existenz!

Investieren Sie in Professionalität
Da die Geburtsbegleitung kein geschütztes Berufsbild ist, gibt es im Prinzip keine festgelegten Voraussetzungen, um diese Tätigkeit ausüben zu können. Es ist jedoch ratsam eine „Doula"-Ausbildung zu absolvieren, um seriös und professionell aufzutreten. Das schafft bei Ihren Kunden das notwendige Vertrauen.
Die Ausbildung bietet der Verein „Doulas in Deutschland" ( http://www.doulas-in-deutschland.de/ ) an. In drei Wochenendseminaren wird dabei „altes" Wissen, das mit den Richtlinien der WHO verknüpft wurde, praxisnah vermittelt. Die Themen des Workshops sind unter anderem „Unterstützung bei schwierigem Geburtsverlauf", „Emotionale Unterstützung während der Geburt", „Die Rolle der Doula beim Kaiserschnitt" oder „Die Rolle der werdenden Väter". Daneben werden auch Marketing-Strategien behandelt. Sie erfahren, wie Sie Logos, Visitenkarten, Flyer und Website gezielt für ihr Selbstmarketing einsetzen können. Auch die Zusammenarbeit mit Hebammen und Ärzten sind Thema der Ausbildung.
Voraussetzung für die Teilnahme an der kostenpflichtigen Ausbildung ist neben dem eigenen Geburtserlebnis, ein Mindestalter von 25 Jahren, Geduld, Ausdauer und Zeit.

Auch die Gesellschaft für Geburtsvorbereitung - Familienbildung und Frauengesundheit - Bundesverband e.V. ( http://www.gfg-bv.de/ ) bietet eine Weiterbildung zur „GfG-Doula" an. Hier sind ein Mindestalter von 30 Jahren, körperliche und seelische Belastbarkeit sowie Durchhaltevermögen und Zuverlässigkeit die Voraussetzung. Zu den Lerninhalten gehören unter anderem physiologische Grundkenntnisse von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett, Entspannungstechniken, aber auch der Umgang mit Schmerz und Methoden der Schmerzerleichterung.
Die Hospitation in einem Geburtsvorbereitungskurs und ein Kreissaalpraktikum gehören ebenfalls zur Weiterbildung dazu.

Das Standardwerk für angehende Doulas ist das Buch „Doula, Der neue Weg der Geburt". Eine Auswahl an empfehlenswerter Literatur zu den Themen „Doula, Schwangerschaft und Geburt" sowie weitere Informationen über die Tätigkeit als Geburtsbegleiterin finden Sie auch unter http://www.doula-info.de/

 

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