Gebrauchte Bücher verkaufen und damit Geld verdienen

Der Second-Hand-Buchhandel ist ein lukrativer Markt. Der Einstieg ist nicht schwer - solange Sie einige Regeln bei der Planung Ihres Geschäftskonzeptes beachten.

Gehen Sie sorgsam mit Ihren Büchern um. Gerade, wenn Sie wissen, dass Sie ein bestimmtes Buch nur für einen begrenzten Zeitraum benötigen, erhalten Sie es möglichst in neuwertigem Zustand. Nutzen Sie schützende Umschläge und packen Sie die Bücher zusätzlich ein, um sie beim Transport zu schützen.

Machen Sie sich mit dem Markt und Ihrem neuen Geschäftsfeld vertraut. Stöbern Sie in modernen Antiquariaten und im Internet, um ein Gefühl für die Preisstrukturen zu bekommen. Recherchieren Sie, welche Möglichkeiten es gibt, vor allem online Ihre Zielgruppe effektiv zu erreichen.

Seien Sie realistisch in Ihren Erwartungen: Der Wiederverkaufswert gebrauchter Bücher liegt deutlich unter dem Ladenpreis druckfrischer Exemplare. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Kalkulation, und auch zusätzliche Kosten wie jene für den Versand. Machen Sie sich darauf gefasst, dass der eine oder andere Kunde versuchen wird, den Preis zu drücken. Ihre Preisgestaltung sollte dafür etwas Spielraum vorsehen.

Falls sich der Ansturm zu Beginn in Grenzen hält: Geben Sie nicht sofort der Versuchung nach, die Preise zu senken und die Bücher zu Dumpingpreisen loszuschlagen. Versuchen Sie lieber, Ihr Angebot einer größeren Anzahl möglicher Kunden zu präsentieren. Nutzen Sie zusätzliche Onlineshops und -portale.

Investieren Sie die meiste Energie in jene Bücher, die Sie mit besonders hoher Gewinnspanne verkaufen können. Wertvolle und seltene Bücher erregen die meiste Aufmerksamkeit bei Online-Auktionen. Hier haben Sie beste Aussichten, die sich gegenseitig belauernden Bieter zu animieren, Höchstpreise für Ihre Schätze zu zahlen.

Prüfen, Testen, Rat von außen

Beim lukrativen Vergnügen, gebrauchte Bücher zu verkaufen und damit alte Bücher neuen Lesern zuzuführen, gibt es einiges zu beachten.  Mittlerweile ist der Internetmarkt für diesen Bereich sehr gewachsen und es stehen dem privaten Verkäufer nicht mehr nur die Plattformen Amazon und Ebay zur Verfügung. Um diese Verdienstmöglichkeit erst einmal zu testen, kann man  mit einigen Büchern eine kleine Testreihe starten. Was der Laie auf diesem Sektor nicht unbedingt weiß: Man kann den Titel und Verfasser eines zu verkaufenden Buchs  in seiner Suchmaschine eingeben  und überraschende Ergebnisse angezeigt bekommen. Es werden  unterschiedliche Preise angezeigt, die man für dieses Buch noch erzielen kann. So hat man schon einen kleinen Überblick über die zahlreichen Händler, bei denen man seine Bücher verkaufen könnte. Im nächsten Schritt sollte man sich mit den Qualitätsstufen der anzubietenden Exemplare vertraut machen, denn natürlich hängt der zu erzielende Preis vom Zustand des Buches ab. Die verschiedenen Ankaufsplattformen haben hier zum Teil eigene Rangstufen erstellt. Diese ähneln den Einstufungen von Briefmarken und Münzen.

Im Allgemeinen gibt es folgende Stufen:


 0: druckfrisch, ungelesen
 1: fast neu, kaum Gebrauchsspuren, keinerlei Einträge oder  Namensstempel
 2: Gebrauchsspuren wie Knicke, evtl. Namenseintragung oder Widmung. Vergilbte Seiten sind bei älteren Büchern natürlich erlaubt
 3: deutlichere Gebrauchsspuren wie Risse, Beschriftungen auch außen, mehrere Eintragungen, Flecken; aber keine losen Seiten
 4: starke Gebrauchsspuren wie Markierungen mit Kugelschreibern und Filzstiften; lose Seiten, aber vollständig
 5: schlechter Zustand, Benutzung jedoch nicht eingeschränkt
 6: schlechter Zustand und Benutzung eingeschränkt

Wie man sich denken kann, werfen alte Sammlerschätzchen diese Werteinteilung wieder ordentlich durcheinander. Natürlich gibt es jahrzehntealte Bücher, die aufgrund dessen in einem schlechten Zustand  sind,  aber sehr hoch gehandelt werden. Bücher, die schon lange nicht mehr aufgelegt werden oder in nur geringer Auflage erschienen sind, gehören  ebenfalls zu diesen. Es lohnt sich in jedem Fall, über die oben genannte Methode der Suchmaschinenrecherche erst den Wert eines älteren Exemplares zu erkunden, bevor man es nach seinem Zustand preislich einordnet.

Hilfe bei Ihrer Tätigkeit bekommen Sie bei den zahlreichen Anbietern bzw. Plattformen, die Ihnen Ihre Bücher abkaufen möchten. Hier einige Beispiele und Erläuterungen:

www.reBuy.de: hier geben Sie den Titel des Buches ein, erfahren den Preis, schicken es ab und bekommen Ihr Geld.


www.Hitmeister.de: Sie stellen Ihr Buch selber ein, bestimmen den Preis und warten auf einen Käufer.


www.momox.de: der Händler übernimmt sogar die Versandkosten für Sie.


www.Booklooker.de
: Sie geben einen Festpreis an und lassen nicht mit sich handeln, wie es z.B. bei Ebay der Fall ist.


www.buchankauf24.de: Sie geben die ISBN-Nummer an und erfahren sofort den Preis.

Weitere Händler, die nach ähnlichen Prinzipien verfahren:

www.Buchpfand.de,

www.buchx.de, www.buchflohmarkt.de,

www.zum-flohmarkt.de,

www.buch-ankauf.de,

www.regalfrei.de,

www.buchmaxe.de.

Einige der Anbieter kaufen Ihnen auch einen gesamten Nachlass mit Tausenden von Büchern ab, es lohnt sich aber vielleicht mehr , wenn Sie vorher nach verborgenen Schätzen suchen. Wenn Sie die Bücher selbst einstellen wollen, achten Sie bitte auf vollständige Angaben: Titel, Autor, gebundene Ausgabe oder Taschenbuch, Zustand, Verlag, Erscheinungsjahr, Auflage, Original- oder Lizenzausgabe.

 

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