Geschäftsidee: Märchenerzähl-Service
Sie finden immer mehr Fans: die modernen Märchenerzähler.
Mündliches Erzählen zur bloßen Unterhaltung - das heißt nicht zur Bildung wie bei Vorträgen - ist gefragt wie zu mittelalterlichen Zeiten. In vielen Städten gibt es Märchentage, Märchenfeste, Märchenzentren und Märcheninstitute. Wenn auch Sie das Talent in sich vermuten, ein Erzähler sein zu können, bekommen Sie hier einige Informationen zu dieser neuartigen Geschäftsidee.
Kein Märchen sondern reale Erfolgsmodelle
Zunächst einmal zwei erfolgreiche Beispiele von selbstständigen Märchenerzählern, die ihren eigenen Märchenerzähl-Service anbieten:
Olaf Stein, www.erzaehlstrom.de und
Alexandra Kampmeier, www.maerchenerzaehlen.com
Durch hervorragende Ausbildung in entsprechenden Seminaren wie in der "goldmund-erzaehlakademie.eu" oder dem Märchenzentrum DornRosen bei Nürnberg haben Sie es zu wahren Meistern dieses Faches gebracht. Das können auch Sie! In wenigen Wochenenden gewinnen Sie durch die Seminare einen ersten Einblick in die Märchenerzähl-Welt. Erfahrene Erzähler klären Sie über die Schwierigkeiten und Besonderheiten dieser Geschäftsidee auf und helfen Ihnen bei all Ihren Fragen zur Gründung Ihrer Selbstständigkeit weiter. Wenn Sie es erst auf eigene Faust versuchen wollen: Üben Sie so lange und ausreichend, bis Sie sich ganz sicher sind, bevor Sie vor eine Gruppe auftreten. Fangen Sie mit 10-Minuten-Märchen an. Lesen Sie viele Märchen möglichst aus aller Welt und lesen Sie auch viel über deren Interpretationen. Märchen enthalten Lebensweisheiten, Moralisches, Lebenshilfe und Trost: das alles macht sie auch heute noch so gefragt. Arbeiten Sie an Ihrem schauspielerischen Talent: Schmücken Sie ihre Erzählung mit besonderer Mimik und Gestik. Wenn Sie mögen, benutzen Sie Accessoires. Machen Sie sich klar, dass Ihre "Erzählstunde" ein kleiner Auftritt ist: Sie werden Lampenfieber haben, alle Augen und Ohren sind auf Sie gerichtet, damit müssen Sie umgehen können. Aber lassen Sie sich nicht entmutigen, Märchenerzähler sind gefragt und werden zu allen möglichen Events eingeladen. Sie untermalen teure Menüs bei Kerzenschein mit unterhaltsamen Geschichten, fesseln die Aufmerksamkeit der Besucher auf Messen, Veranstaltungen und Feiern wie Hochzeiten und Geburtstagen oder Stadtfesten. Und das Tolle ist: Sie bekommen so gut wie immer eine positive Resonanz! Durch die Lebensweisheiten kann sich niemand der Faszination von Märchen entziehen und Sie werden es einfacher haben, als so mancher Kabarettist, der seine Zuschauer immer zum Lachen bringen muss!
Das Geschäftskonzept: Einzigartigkeit ist gefragt
Wenn Sie sich mit einem eigenen Märchenerzähl-Service selbstständig machen wollen: Suchen Sie sich individuelle Schwerpunkte nach Ihren Interessen. Olaf Stein hat sich beispielsweise auf Kundalini-Yoga und damit auf die Einbindung indischer Philosophien und Lebenswelten sowie auf Meditationen und Entspannungsübungen spezialisiert. Sie können sich aber auch damit begnügen, in Ihrem Geschäftskonzept speziell ausländische Märchen anzubieten oder individuelle Musikuntermalungen. In jedem Fall gehört zu Ihrem Konzept eine ansprechende Homepage. Hier können Sie Hörproben Ihres Könnens und Videos einstellen. Die Homepage ist Ihr wichtigstes Instrument, um weitere Auftritte zu bekommen. Stellen Sie hier Ihr Repertoire vor und überzeugen Sie durch Ihre Individualität.
Mit einer intensiven Vorbereitungszeit und dem Aneignen vieler Märchen sollte Ihrer Idee nichts im Wege stehen. Der Erfolg hängt von Ihrer Einstellung ab, denn gutes Erzählen kann man lernen und Bühnenpräsenz ebenfalls. Also machen Sie sich auf den Weg in die moderne Märchenwelt. Die Erfolge von Fantasy-Romanen wie Harry Potter machen Ihnen Mut!
Das Studieren von Fachliteratur ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, um notwendige Grundlagen zur Umsetzung der Geschäftsidee zu erwerben. Hier sind einige Empfehlungen:
"Märchenforschung: Theorien, Methoden, Interpretationen", Narr-Studienbücher, Kathrin Pöge-Alder, 2006
"...dann leben sie noch heute: Erlebnisse und Erfahrungen beim Märchenerzählen" von Charlotte Rougemont, Aschendorff Verlag, 1963.
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