Geschäftsidee Recycling-Börse
Wer an eine Selbständigkeit mit Zukunft denkt, liegt mit dem Geschäftsmodell Recycling-Börse richtig.
Rohstoffe werden immer knapper, weshalb dem Begriff „Recycling" eine immer höhere Bedeutung zukommt. Unternehmen und Privathaushalte haben nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus ökonomischen Gründen immer mehr ein Interesse daran, Rohstoffe möglichst nicht in die Mülltonne zu packen. Recycelt man, hat man eventuell noch die Möglichkeit am Müll etwas zu verdienen!
Wie können Sie die Geschäftsidee einer Recycling-Börse umsetzen?
Sie können eine reine Mittlerfunktion einnehmen. Sie identifizieren einen Bedarf einer Unternehmung oder eines anderen Marktteilnehmers, der einen Posten von Wertstoffen hat und vermitteln diesen an einen kompetenten Dienstleister. Sie können sich in diesem Fall entweder von beiden Marktteilnehmern bzw. von einem Ihrer Kunden eine Provision für Ihre Dienstleistungen auszahlen lassen.
Die Börse kann sich zum Beispiel an dem Angebot der IHK orientieren und auf dem Internet basierend sein. Natürlich können Sie auch zusätzlich noch die telefonische Beauftragung einer Position von Wertstoffen anbieten und das ganze per Faxabruf einrichten.
Neben der Tätigkeit als \"Börsianer\" können Sie natürlich auch selbst die Rohstoffe recyceln.
Wie bewerbe ich mein Angebot?
Zuerst einmal sollten Sie sich auf www.ihk-recyclingboerse.de eintragen. Dieses Angebot ist für Sie kostenlos und wird von Ihren Zielgruppen regelmäßig genutzt. Zusätzlich haben Sie, wenn Sie die Recyclingbörse nutzen, den Vorteil, dass eine Möglichkeit für eine Publikation in der monatlichen Mitgliedszeitung der Handelskammer möglich ist. So erreichen Sie, ohne einen Cent investieren zu müssen, schon einmal den Großteil der potentiellen Kunden in Ihrem Einzugsgebiet.
Natürlich sollten Sie auch noch zusätzliche Werbung betreiben. So lohnt sich sicherlich eine eigene Internetseite, die entweder lokal oder auf das gesamte Bundesgebiet ausgerichtet ist. Bieten Sie zum Beispiel lediglich Vermittlungsdienstleistungen an und haben in ganz Deutschland Kooperationspartner, können Sie Ihren Service natürlich auch für das gesamte Gebiet anbieten. Anders herum macht es wenig Sinn sich mit Anfragen aus Hamburg zu beschäftigen, wenn Sie selbst am Bodensee einen Recyclingbetrieb unterhalten. Hier würde dann aber zum Beispiel eine zusätzliche Ausrichtung auf die Anrainerstaaten Österreich und Schweiz Sinn machen.
Anzeigen bei Google und in Fachzeitschriften machen aber in jedem Fall Sinn, um Ihr Angebot weiter zu bewerben.
Was muss ich noch beachten?
Der Beruf des Recyclers ist zwar nicht geschützt, aber es werden gewisse gesetzliche Rahmenbedingungen festgelegt. Sie sollten sich unbedingt einen Gesetzestext zum Thema Umweltrecht besorgen ( siehe zum Beispiel "Umweltrecht: Wichtige Gesetze und Verordnungen zum Schutz der Umwelt: UVP - Umweltaudit, Natur- Tier- u. Bodenschutz - Gewässer -Abfälle - ... Energien - Gefahrstoffe." von Peter Storm und auch beim lokalen Gewerbeamt Erkundigungen einholen. Des weiteren kann es sein, dass Sie für unsachgemäße Lagerung oder Weiterverarbeitung von Ihnen vermittelter Rohstoffe in die Pflicht genommen werden. Eine Firmenhaftpflichtversicherung und Rechtsschutzversicherung sollte in jedem Fall abgeschlossen werden.
Weitere Informationen
Bei der IHK. Lt. § 38 des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes sind die Industrie- und Handelskammern gesetzlich zur Abfallberatung verpflichtet. Nutzen Sie dies für sich aus. Das Buch "Abfallwirtschaft - Handbuch für Praxis und Lehre" von Bernd Bilitewski ist eine Pflichtlektüre für jeden, der sich mit dem Thema Wertstoffhandel beschäftigen möchte.
Der Verein Arbeitskreis Recycling e.V. (AKR) www.recyclingboerse.org ist ein Beispiel für eine erfolgreiche Unternehmensgründung. Es handelt sich zwar nicht um einen kommerziellen Anbieter, aber die Homepage bietet schon mal einen ersten Einblick mit welchen Dienstleistungen Sie die Umsätze generieren können.
Viel Erfolg mit Ihrer Selbständigkeit!
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