Ihre neue Geschäftsidee: Möbel aus Sperrmüll
Was andere Menschen wegwerfen, muss noch lange nicht unbrauchbar sein: Sperrmüll lässt sich in vielerlei Hinsicht weiterverarbeiten.
Aus den entstandenen Stücken lassen sich aber nicht nur Gebrauchsgegenstände für den Haushalt, sondern kleine Kunstwerke machen. Möbel aus Sperrmüll bieten talentierten Designern einen idealen Einstieg in eine Branche mit festen Strukturen, denn die Produktionsmaterialien sind günstig und der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.
Was sind die Voraussetzungen?
Wer seine Liebe zum Design und zum ökonomischen Umgang mit Abfällen zum Beruf machen möchte, sollte viel Kreativität und einen Sinn für Ästhetik mitbringen. Da die Möbel selbst hergestellt werden, muss man auch über handwerkliches Geschick verfügen, um die Idee realisieren zu können.
Für die erfolgreiche Produktion benötigt man außerdem die geeigneten Werkzeuge. Wer früher Hobby-Handwerker war, bringt bereits einen Großteil der notwendigen Ausrüstung mit. Wichtig sind aber auch die Bezugsquellen der Rohstoffe: Es sollte frühzeitig mit verschiedenen Schrottplätzen gesprochen werden, denn sie verfügen über eine große, ständig wachsende Auswahl an geeignetem Sperrmüll, der sich zu Möbeln weiterverarbeiten lässt.
Geschäftsidee: Möbel aus Sperrmüll - wie gelingt sie?
Wer Möbel aus Sperrmüll bauen und verkaufen möchte, braucht zunächst eine Gewerbeanmeldung. Diese gibt es gegen eine Gebühr von ca. 20€ beim zuständigen Gemeindeamt. Dort muss lediglich eingetragen werden, wer das Gewerbe eröffnet und was produziert wird. Gleichzeitig sollte man sich über die Buchhaltung informieren, die direkt nach dem ersten verkauften Stück eine Rolle spielen wird. Die Kenntnisse kann man sich ohne Probleme selbst aneignen - dazu empfiehlt sich ein Werk wie "Basiswissen Rechnungswesen" von Volker Schultz.
Sobald die ersten Stücke fertig sind, können sie verkauft werden. Die klassische Art der Präsentation ist die des Ateliers: Dort werden die eigenen Kreationen ausgestellt und können von Besuchern bewundert und direkt gekauft werden. Es empfiehlt sich, Räumlichkeiten in der Nähe des Zentrums zu finden, sodass man leicht erreichbar ist, der Transport der Möbel aber trotzdem nicht zu schwierig ist. Über Flyer, einen Eintrag ins Telefonbuch oder Werbung per Post kann man in der eigenen Umgebung auf sich aufmerksam machen - denkbar wäre auch das direkte Anschreiben von Firmen mit einem entsprechenden Angebot.
Eine Plattform im Internet, die verschiedene Möbelhersteller unterstützt, ist Zweitsinn - die Seite bietet eine Alternative zum Atelier, spart Kosten für die Miete und sorgt dafür, dass der erzielte Gewinn nicht direkt für die Aufrechterhaltung teurer Räumlichkeiten genutzt werden muss. Dadurch kann man sich einen Namen aufbauen und aufs Atelier umsteigen, sobald man die Last finanziell wirklich stemmen kann.
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