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(02.09.2010)

Interview avandeo: Wir haben eine Lücke geschlossen.

Designqualität, die man sich leisten kann. Mit diesem Konzept schlägt avandeo eine Brücke zwischen Massenware und unbezahlbaren Designerartikeln.

Die noch junge Website avandeo präsentiert Interior wie Möbel, Dekor und Accessoires in frischem, hochwertigen Design, geordnet nach unterschiedlichen Themenwelten. Doch während sich die Designerwelt normalerweise im Hochpreissegment bewegt, bietet avandeo seinen Besuchern ein attraktives und transparentes Preissystem.  Im Rahmen der Interviewreihe "Existenzgründer und ihre Marketingstrategien" befragen wir Herrn Burkhard Gersch aus dem Gründerteam der Designwelt GmbH zur Historie und zum Marketing-Erfolgskonzept des aufsteigenden Unternehmens.

 

Herr Gersch, wann und wie kam es zur Gründung von avandeo, ehemals design2desire, dem Portal für exklusive Designmöbel?

Burkhard Gersch: Anfang 2009 konkretisierten wir die Idee zu avandeo. Wir, das sind Brigitte Wittekind, mein Bruder Ulrich Gersch und ich, stellten uns die Frage, wie man Designmöbel günstiger anbieten kann, ohne dass die Kunden an Qualität einbüßen müssen. Denn die Situation auf dem Möbelmarkt ist doch folgende: Man hat die Wahl zwischen Massenware zu bezahlbaren Preisen oder aber Designqualität zu horrenden Preisen. Mit avandeo möchten wir die Lücke besetzen: Möbel mit Designanspruch zu fairen Preisen.

Im Juli 2009 haben wir schließlich avandeo gegründet, im September gingen wir mit unserer Website online - bis kürzlich noch unter dem Namen „design2desire".

 

avandeo, das ist individuelles Design zu Bestpreisen. Was genau wird dem Kunden hier geboten?

Burkhard Gersch: Auf avandeo bieten wir unseren Kunden viele Designs junger, aufstrebender Interiordesigner. Außerdem binden wir sie aktiv in den Produktauswahl-Prozess ein: Zum einen gibt es immer wieder Design-Competitions, in denen wir unter einem bestimmten Motto verschiedene Designs zur Wahl stellen. Das Beste wird anschließend von uns produziert, vom Prototyp bis zum Endprodukt. Zum anderen pflegen wir unseren Designpool, in dem wir interessante und neuartige Entwürfe unserer Designer vorstellen. Die Kunden können das Produkt bewerten und kommentieren und nehmen so Einfluss auf eine mögliche Produktion.

Wir machen Möbeldesign also sowohl erfahrbar als auch bezahlbar.

 

Wie funktioniert das avandeo Prinzip? Wie wird hier Geld verdient?

Burkhard Gersch: Unsere Devise ist: Sparen am richtigen Ende! Konkret heißt das, dass wir unsere Produkte ausschließlich über das Internet vertreiben. So sparen wir hohe Mieten ein, die wir sonst an den Kunden weitergeben müssten. Außerdem produzieren wir on-demand: Bestellungen bündeln wir bis zu einer fixen Bestellfrist, erst dann produzieren wir. Wir vermeiden damit Überproduktion und benötigen keine Zwischenlager. Durch diese Prinzipien sparen wir Fixkostenblöcke ein, von denen nicht nur wir profitieren, sondern auch die Kunden. 50-70% Preisnachlass gegenüber vergleichbaren Produkten können unsere Kunden so erwarten.

 

Ihre Zielgruppen sind auf der einen Seite Menschen mit Bedarf an edlen, außergewöhnlichen Produkten für das eigene Domizil, zu einem Preis, den man sich leisten kann und andererseits kreative Nachwuchsdesigner mit Potenzial. Mit welchen Strategien und Argumenten gehen Sie spezifisch auf beide Seiten ein und überzeugen diese von Ihrem Konzept?

Burkhard Gersch: Für Kunden sind die Qualität der Produkte und unserer Serviceleistungen entscheidend. Im Internethandel muss sich der Kunde auf kompetente Servicemitarbeiter und einen reibungslosen Lieferprozess verlassen können. Deshalb legen wir hierauf besonders großen Wert. Und wir stellen fest: Wer einmal bei uns gekauft hat, kauft wieder.

Junge Designer hingegen haben es heutzutage schwer, Zugang zu Produktion und Vermarktung zu bekommen. Ein paar wenige Möbel- und Produktdesigner beherrschen die Szene, während sich die meisten Anderen auf den Accessoires-Bereich konzentrieren, weil die Produktion für sie schneller und erschwinglich ist. Davon können sie aber meist mehr schlecht als recht leben. Bei avandeo übernehmen wir das teure Prototyping, die on-demand Produktion und das Marketing für die Designer. Sie können sich auf ihr Gestaltungstalent konzentrieren und das wertvolle Feedback unserer Community dazu nutzen, ihre Entwürfe bis zur Produktion weiterzuentwickeln. Gleichzeitig binden sich die Designer nicht langfristig an uns, sondern arbeiten auf Projektbasis mit uns.

Wir glauben, dass es diese Vorteile sind, die uns im ersten Jahr unseres Bestehens unzählige Anrufe, E-Mails und Briefe von interessierten Designern beschert haben.

 

Worin bestanden Ihre typischen Startup-Probleme und wie haben Sie diese gemeistert?

Burkhard Gersch: Ein Startup zu gründen bedeutet zunächst einmal immer viel Arbeit. Da muss man Leute an Bord haben, die von der Geschäftsidee überzeugt sind und bereit sind, viel Energie zu investieren. Außerdem muss man sich insbesondere im E-Commerce darauf einstellen, sehr schnell zu reagieren und tagtäglich mit Problemen konfrontiert zu werden, für die es noch keine Patentlösung gibt.

In unseren Büros in München und Shanghai sitzen Mitarbeiter aus den verschiedensten Ländern und mit den verschiedensten akademischen Hintergründen. Diese Internationalität und Interdisziplinarität hilft uns dabei, unternehmerische Herausforderungen anzugehen.

 

Mit Sicherheit liegt der Schwerpunkt Ihres Marketingkonzepts im Online-Bereich. Welche Marketingstrategien sind für Sie ausschlaggebend?

Burkhard Gersch: Da haben Sie völlig recht, der Schwerpunkt unserer Marketing-Aktivitäten liegt sicherlich im Online-Bereich. Darunter fallen unter anderem Search Engine Marketing, außerdem Social Media Marketing und Online-Kooperationen. Unsere konkrete Marketingstrategie hüten wir aber wie ein Chefkoch seine Rezepte, das werden Sie verstehen.

 

 

Herr Gersch, wir danken Ihnen sehr herzlich für das interessante Gespräch.

 

Kontakt: http://www.avandeo.de/

 

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