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Interview meinestadt.de: Regionalität als Chance.

Das Erfolgsrezept der allesklar.com AG besteht in der Fokussierung auf lokale Informationen, Themenrelevanz und sorgfältig ausgewählten Partnerschaften.

Ob regionales Wetter, Verkehrsinfos, Branchen, Jobs, Stadtpläne, Events oder Gastronomie: Seit mehr als 10 Jahren können Internetnutzer über meinestadt.de eine für ihr persönliches Umfeld äußerst vielfältige Palette an Informationen abrufen. Wie es zur Gründung des einzigartigen interaktiven Netzwerkes kam, welches konkrete Konzept dahintersteckt und wie meinestadt.de zum Selbstläufer wurde, erfahren wir im Interview zum Thema Marketingstrategien vom Gründer der allesklar.com AG Herrn Dr. Manfred Stegger.

 

Herr Dr. Stegger, bereits im Jahr 1996 haben Sie Ihr eigenes Unternehmen gegründet, die heutige allesklar.com AG. 3 Jahre später launchte meinestadt.de, das Portalnetz für ausnahmslos alle deutschen Städte und Gemeinden. Ein solches lückenloses Netz aus aktuellen Inhalten aufzubauen, ist nicht von heute auf morgen realisierbar. Wie sind Sie dabei vorgegangen?

Dr. Manfred Stegger: Ich habe mich schon früh in den 90er Jahren mit dem Internet beschäftigt. Alle waren damals davon begeistert, Infos und Nachrichten aus aller Welt zuhause im Wohnzimmer abzurufen. Ich verfolgte einen etwas anderen Ansatz: Ich dachte mir, dass langfristig lokale Informationen eine große Relevanz im Internet haben würden. Denn rund 80 Prozent unseres täglichen Lebens erledigen wir in einem Umkreis von 20 Kilometern. Egal ob Einkaufen, Arbeiten, Freunde treffen oder Ausgehen. Mir wurde schnell klar, dass wir lokale Informationen, die im Internet verfügbar sind, lokal zuordnen und bündeln müssen. Daraus entstand dann 1996 unser Webkatalog allesklar.de, der von Anfang an die Postleitzahlen der Websites mit aufnahm. Dieser bildete im Jahr 2000 die Grundlage für meinestadt.de. Über die Jahre wurden immer mehr lokale Informationen im Internet verfügbar. Dazu gehören mittlerweile unter anderem Jobangebote, Veranstaltungstermine, Branchenbücher, Telefonbücher, verschiedene Rubrikenmärkte, Fotos, statistische Daten und, und, und... All diese Infos bündeln wir nach wie vor unter dem Ortsschild und liefern sie für ausnahmslos jede Stadt und Gemeinde in Deutschland aus. Wir kooperieren mit vielen namhaften Partnern, die in ihrem jeweiligen Segment führend sind und uns Inhalte liefern. Aber auch viele Nutzer, Städte und lokal bzw. regional engagierte Partner helfen uns, unsere Informationen auszubauen und auf dem neusten Stand zu halten.

 

Welche Online-Marketingstrategien haben Sie genutzt, um meinestadt.de an die Öffentlichkeit zu bringen?

Dr. Manfred Stegger: Das, was man heute unter dem Begriff „Viral-Marketing" versteht, hat meinestadt.de zu einer deutschlandweit bekannten Marke und zu einem der meistbesuchten Internetportale gemacht. Wir bezeichnen das rückblickend immer noch gerne als „Mund-zu-Mund-Propaganda". Das Konzept und unsere Inhalte wurden von den Internetnutzern für gut befunden, und meinestadt.de wurde schlicht und einfach immer wieder weiterempfohlen. Ein Schneeballeffekt, den wir nicht planen konnten, der sich aber glücklicherweise über Jahre fortgesetzt hat. Ohne viel Werbeetat haben wir es daher geschafft, so bekannt zu werden. Das hat meine Idee und die Arbeit unserer vielen engagierten und kreativen Kolleginnen und Kollegen bestätigt.

 

Ob Imagewerbung, Produktwerbung, Veranstaltungen oder Stellenangebote: meinestadt.de ist gleichfalls selbst ein hervorragendes Werbe-Medium für Unternehmen aller Art. Mit welchen Argumenten überzeugen Sie potenzielle Anzeigenkunden?

Dr. Manfred Stegger: Unsere Lokalität ist unser absolutes Hauptargument und unser Alleinstellungsmerkmal. Schon seit vielen Jahren bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, lokal im Internet zu werben. Das gehört heute zwar zum Portfolio vieler Vermarkter, aber meinestadt.de hat hier deutlich eine Vorreiterrolle eingenommen. Wir ermöglichen es damit gerade auch lokal verankerten kleinen und mittelständischen Unternehmen, für wenig Geld im Internet für sich zu werben. Und das ohne große Streuverluste. Denn die grafische Online-Werbung oder ein Branchenbucheintrag erscheinen im jeweiligen Stadtportal und in den Portalen der Umgebung auf meinestadt.de. Die lokale Komponente lässt sich zudem noch thematisch verknüpfen. Ein Autohändler aus Köln kann somit im Autochannel von meinestadt.de für Köln seine Kunden ganz gezielt ansprechen. Wir haben dieses Konzept auch auf unseren erfolgreichen Online-Stellenmarkt übertragen. Auch hier haben Unternehmen die Möglichkeit, vor Ort nach neuen Mitarbeitern oder Auszubildenden zu suchen.

 

Eine hohe Nutzungsrate ist Voraussetzung für die Attraktivität eines Werbemediums. Welche Maßnahmen ergreifen Sie, damit Internetbesucher, die nach Events oder Branchen aus Ihrer Region suchen, stets auf meinestadt.de gelangen?

Dr. Manfred Stegger: Mit rund 17 Mio. Besuchern pro Monat gehört meinestadt.de zu den weitverbreitesten Internetportalen. In erster Linie optimieren wir natürlich immer wieder die Benutzerfreundlichkeit von meinestadt.de. Mit einem Relaunch präsentieren wir seit Mitte August ein neues meinestadt.de, das noch strukturierter und lockerer aussieht und zudem noch besser für den Nutzer zu bedienen ist. Das ist das eine. Auf der anderen Seite ist meinestadt.de sehr stark im Internet präsent. Viele Nutzer empfehlen uns auf ihren eigenen Webseiten, in Foren oder Blogs und verlinken auf meinestadt.de. Auch viele Städte und andere Webangebote sehen uns als ideale Ergänzung und verlinken zu unseren verschiedenen lokalen Informationen. Oder sie integrieren diese sogar, wie das zum Beispiel viele Städte mit unserem großen Online-Lehrstellenmarkt machen. Zudem haben wir viele Besucher, die direkt meinestadt.de ansteuern und häufig wiederkehren. Dieser Anteil ist bei uns deutlich größer als bei vielen jungen Internetangeboten. Natürlich kommen auch viele Nutzer über Google & Co., weil wir auch hier sehr stark präsent sind und immer daran arbeiten, gut in den Suchmaschinen positioniert zu sein.

 

Inwieweit nutzt meinestadt.de Partnerschaften zur Umsatzgenerierung?

Dr. Manfred Stegger:  Wir haben in den vergangenen Jahren starke Partnerschaften geschlossen. So kooperieren wir zum Beispiel in den Rubrikenmärkten mit den reichweitenstärksten und namhaftesten Anbietern wie zum Beispiel Immobilienscout24, mobile.de und booking.com. Zudem haben wir Partner, die in ihrer Region stark und bekannt sind. Daher können wir unseren Nutzern qualitativ hochwertige Infos garantieren - und das für ganz Deutschland.

 

Auch Nutzerfreundlichkeit ist ein entscheidendes Kriterium. Nach welchen Strategien gehen Sie vor, damit sich Besucher von meinestadt.de auf den Seiten gut zurechtfinden?

Dr. Manfred Stegger: Auf unserem Portal tritt der Nutzer entweder über die Navigation oder über die neue Was-Wo-Suche in das jeweilige Stadtportal der gewünschten Stadt oder Gemeinde ein. Wenn der Nutzer dann durch die verschiedenen Themenchannels klickt, erhält er immer Infos aus diesem ausgewählten Ort. Die Portale sind für alle 12.000 Städte und Gemeinden Deutschlands gleich aufgebaut. Daher finden sich Nutzer auch schnell in dem Portal einer anderen Stadt und Gemeinde zurecht. Wir bündeln zudem verschiedene Infos zu Themenpaketen. Wer zum Beispiel einen schönen Abend plant, findet bei uns Kinoprogramme und Termine für Disco, Theater oder das nächste Volksfest. Wer vorher noch Essen gehen möchte und den nächstgelegenen Parkplatz sucht, wird ebenfalls auf meinestadt.de fündig. Fazit: meinestadt.de hilft in vielen Lebenssituationen des Alltags weiter. Damit hat der Nutzer eine zentrale Anlaufstelle im Internet, wenn er auf die Suche nach lokalen Informationen geht.

 

Herr Dr. Stegger, herzlichen Dank für das interessante Interview.

 

Kontakt: http://www.allesklar.com/

 

http://www.meinestadt.de/

 

 

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