Jenseits von ClipArt & Co: Erfolgreich mit Präsentationen
Große Firmen haben sich früher oftmals eine eigene Abteilung geleistet, die ausschließlich dafür da war, Präsentationen zu erstellen. Bei den Global Playern ist dies nach wie vor der Fall.
Visual Aids heißen diese Abteilungen. Was dort passiert, ist das tägliche Brot eines Wirtschaftsgrafikers: Mit spezieller Grafiksoftware und natürlich dem Standardpräsentationsprogramm PowerPoint werden Zahlen in Bilder verwandelt. Im Zuge der allgemeinen Umstrukturierungen und Einsparungen werden diese Abteilungen vielfach ausgelagert. Nicht mehr fest angestellte Wirtschaftsgrafiker visualisieren die Unternehmensentwürfe, sondern freie Dienstleister, wie zum Beispiel Agenturen oder Freiberufler. So haben sich viele der ehemals Festangestellten auf dem Präsentations-Markt selbstständig gemacht.
Um sich von der Konkurrenz abzuheben, ist es immens wichtig, das eigene Profil zu schärfen. Man sollte sich und sein Unternehmen also auf eine, maximal zwei konkrete Dinge zu spezialisieren. So legen manche komplett neue Master -Präsentationen für ihre Kunden an, bei denen das Design und weitere Details wie Schriftart, -größe und -platzierung festgelegt sind. So wird sichergestellt, dass alle Präsentationen des Kunden fortan im selben Stil erstellt werden. Andere Unternehmer nehmen ausschließlich Aufträge an, bei denen es um die grafische Überarbeitung bereits vorhandener Präsentationen geht. Waren vorher Laien am Werk oder einfach zu viele Menschen, können vorhandene Unterlagen schon mal wie Kraut und Rüben aussehen. Die Optimierer räumen dann gewissermaßen auf. Wieder andere Unternehmer haben sich auf besondere Branchen spezialisiert. So arbeiten manchen nur für Kunden etwa aus dem Pharmabereich oder den Medien. Das macht auch Sinn, denn jede Branche hat ihre eigene Tonalität, ihre eigenen ungeschriebenen (auch optischen) Regeln.
Vorgemacht
Eine erfolgreiche Unternehmensgründung auf dem deutschen Markt hat das noch junge Unternehmen Presentation Support hingelegt (http://www.presentation-support.de/html/service/service.html), das mittlerweile viele Kunden aus Bereichen wie Unternehmens- und Vermögensberatung oder Versicherung aufzuweisen hat.
Nachmachen
Wer sich mit einem Präsentations-Unternehmen selbstständig machen möchte, sollte neben dem „grafischen Blick" auch ist ein weitreichendes Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge mitbringen. Gut ist eine Ausbildung zum technischen Zeichner, zum Wirtschaftsgrafiker, ein Studium der visuellen Kommunikation oder eine entsprechende Berufserfahrung. Die gängige Präsentations-Software sollte aus dem Effeff beherrscht werden. Immerhin muss man sich auch bei kniffeligen technischen Problemen selbst zu helfen wissen. Eine gute IT-Infrastruktur - Stichwort: moderner und schneller Rechner - gehört dazu, immerhin werden große Datenmengen (bis zu mehreren hundert Megabyte) bewegt. Fax, Telefon, E-Mail zur Kundenkommunikation sind ohnehin selbstverständlich. Im Idealfall bringt man seine Kunden schon aus seinem alten Unternehmen mit. Ansonsten gilt es, sich am Markt zu profilieren. Das ein oder andere Seminar für Existenzgründer und BWL-Kurse helfen ebenfalls weiter.
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