Selbstständig mit einem Elektroroller-Verleih
Mit umweltfreundlichen Flitzern ganz groß im Geschäft:
Das moderne Stadtbild wird immer öfter durch die leisen Elektroroller geprägt.
Bei einer kurzen Fahrt von A nach B, bei einer Stadtbesichtigung oder im beruflichen Alltag macht man auf den E-Rollern immer eine gute Figur. Dadurch, dass die Elektroroller kein Benzin benötigen, sondern wie der Name schon sagt, mit Strom betrieben werden, sind sie sehr leise und produzieren keine Abgase. Das macht sie zu umweltschonenden Begleitern. Heutzutage muss zudem niemand mehr fürchten, unterwegs liegen zu bleiben, denn die Akkus reichen zwischen 50 und 100 km.
Weil immer mehr Menschen Spaß am Fahren haben und der Bedarf an umweltfreundlichen Flitzern wächst, ist das Verleihen von Elektrorollern eine lohnende Geschäftsidee. Wenn man nach China schaut, welches mittlerweile mehr Elektro- als Benzinfahrzeuge verkauft, wird klar, dass der Markt hier in Deutschland noch Luft nach oben hat. Dass die Geschäftsidee Erfolg haben kann, zeigt z.B. die Seite von „escooter", die neben einem Shop auch einen Verleih betreiben.
Fahrzeugflotte und Preise
Mittlerweile gibt es Elektroroller in verschiedensten Ausführungen - mit starrem Rahmen, zusammenklappbar bis hin zum einachsigen Zweirad Segway. Eigenes Interesse, das Marktumfeld, erwartete Zielgruppe und das Startkapital sollten bei der Auswahl für das eigene Geschäft mitentscheiden. Ein Großteil der Elektroroller wird in China produziert. Die Anschaffungspreise liegen zwischen ca. 400 Euro und 4.000 Euro. Die Kosten für die Wartung der Flotte halten sich insofern in Grenzen, als dass den E-Rollern ein Verbrennungsmotor fehlt und es dadurch weniger Verschleißteile gibt. Gängig beim Verleihen von Elektrorollern ist eine Staffelung von Stundenpaketen bis hin zu mehreren Tagen. Der Tagespreis startet bei ca. 25 Euro.
Voraussetzungen
Der Verleiher selbst sowie seine Kunden müssen mindestens Führerscheinklasse M oder A1 vorweisen. Weiterhin ist mit Anschaffung von E-Rollern für das eigene Geschäft eine nationale Typengenehmigung notwendig, da die kleinen Flitzer als Kraftfahrzeuge gelten. Die Roller müssen demzufolge bestimmte Anforderung erfüllen, wie z.B. eine funktionierende Beleuchtungsanlage oder eine Hupe. Diese Typengenehmigung wird in Deutschland durch das Kraftfahrt-Bundesamt erteilt.
Weiterhin versteht es sich heute mittlerweile fast von selbst, dass eine Internetseite oft der erste Kontakt ist, worüber ein Marktteilnehmer gefunden wird.
Wie bei jeder Gründung gilt es, sich außerdem gründlich vorzubereiten und darüber zu informieren, welche Herausforderungen auf den Selbstständigen zukommen. Erste Anlaufstellen im Internet sind z.B. die Seiten des BMWi oder die Gründungszentren und -werkstätten in fast jeder größeren Stadt sowie die IHK.
Zielgruppe und Zusatznutzen
Um das Verleihen von Elektrorollern zu einer wirklich erfolgreichen Geschäftsidee werden zu lassen, ist es weiterhin wichtig, seine Zielgruppe genau zu definieren. Danach richtet sich z.B. auch der Standort des eigenen Geschäftes. Plant der Gründer, vor allem Touristen anzusprechen, ist es ratsam, einen Standpunkt in City- oder Bahnhofsnähe zu wählen.
Um möglichst viele Kunden in das eigene Geschäft zu locken, kann man mit geführten Stadtrundfahrten, z.B. auf dem Segway, werben. Bei anderen Kunden punktet man mit einem Bring-Service bis vor die Haustür. Geschenkgutscheine, die der Kunde über das Internet wählen und sich per Post zusenden lassen kann, sind eine weitere Einnahmequelle. Die Präsenz des eigenen Geschäftes lässt sich auch durch Werbeveranstaltungen mit zugehörigem Gewinnspiel, z.B. auf Stadtfesten, steigern.
Nützliche Links: www.kba.de
http://www.lemnet.org/
http://www.existenzgruender.de/
http://www.dihk.de/
http://www.escooter.de/
Buchtipp:
Niels Fries: Praxishandbuch für Elektromotorroller: Mobilität für eine umweltfreundliche Zukunft.
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