Tauschen statt kaufen - das innovative Sharing-Stuff-Portal
Die junge Technik & Community-Expertin und Produktionsassistentin Micki Krimmel gründete 2009 NeighborGoods.net, eine Tauschbörse für die Nachbarschaft.
Ähnlich aufgebaut wie die berühmt berüchtigte Website rottenneighbors ist es bei NeighborGoods.net möglich, in der Nachbarschaft nach Allerlei zu suchen.
Bei NeighborGoods allerdings geht es zivilisiert zu im Gegensatz zu rottenneighbors, die recht viel Entrüstung ans Tageslicht brachte. Sei es das Fahrrad, das unbenutzt rumsteht oder das Boot, das auch mal wieder geschippert werden will. Alles was nicht niet- und nagelfest ist, kann angeboten und gegenseitig benutzt werden. Damit ist Micki Krümmel eine Tauschbörse gelungen, die sicher viel Anklang finden wird. Denn sie ist visionär ausgedacht und hat viele positive Aspekte und nicht nur reine Habgier im Sinn.
Das Geschäft beruht auf Einfachheit und Transparenz
Das Tauschprinzip ist ganz einfach. A bietet etwas an und B darf es nutzen zu einem verhandelten Preis und innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Wer also etwas an seinen Nachbarn ausleiht bzw. zur Benutzung bereitstellt, erhält dafür einen Betrag. Dieser errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Mietpreis und dem was es ohne NeighborGoods gekostet hätte.
Die Idee entstand aus der Tatsache, dass jeder Amerikaner Werkzeug und andere Dinge in der Garage oder im Keller lagert, die nur ab und zu benutzt werden. Mit NeighborGoods können sowohl Ressourcen als auch Geld gespart werden. Ein zeitgemäßes Konzept, das visionär in die Zukunft denkt. Ein junges Konzept, ein sinnvolles Konzept angesichts knapp werdender Ressourcen und Gelder. Das Ziel, das dahinter steckt, ist das gemeinsame Nutzen wertvoller Güter und das Sparen von Geld in Zeiten, in denen es knapper wird. Auch der sparsame und sinnvolle Umgang mit unseren globalen Ressourcen ist ein Hauptaspekt, der sich hinter Micki Krümmels Idee verbirgt.
Grundsätzlich ist das Ausleihen kostenlos, doch die Nachbarn können miteinander diverse Konditionen aushandeln. Zur Verfügung steht auch ein Kalender sowie eine automatisierte Rückgabe-Erinnerungsfunktion. Für jeden Nachbarn sind alle Transaktionen einzusehen, und wenn mal was schief geht, hilft der Panikknopf. Noch ist die Reichweite von NeighborGoods auf Südkalifornien beschränkt, doch die Macher wünschen sich Aktionen auch in weiteren Regionen.
Hinter NeighborGoods steht eine Philosophie, die das Gestern ebenso mit bedenkt wie die Zukunft. Gestern war es üblich, dass man zum Nachbarn gehen und um etwas Zucker bitten konnte. Dieses Prinzip der Nachbarschaft fördert NeighborGoods. Auf der anderen Seite fordert NeighborGoods den Blick nach vorn. Und der bedeutet das Einbeziehen der Umwelt. Indem Menschen sich aushelfen mit Gütern, können beide Aspekte begünstigt werden.
Dass NeighborGoods ein besonderes interessantes Konzept für Deutschland ist, liegt auf der Hand. Auch in Deutschland hat jeder gewisse "Schätze" im Keller oder in der Garage. Wer in Deutschland ein solches Konzept auf den Markt bringt, würde ganz sicher viel Aufmerksamkeit und Interesse bekommen. Auch wenn zunächst einmal eine junge Community die Zielgruppe ist, ist es sehr gut möglich, dass gerade in Deutschland sehr viel mehr Menschen auch aus anderen Altersgruppen mitmachen würden.
Dass mit einem Tausch-Modell natürlich auch Geld zu machen ist, liegt ebenso auf der Hand. Der Erfolg der Ebay-Community zeigt, dass ein solches Konzept funktionieren würde. Natürlich muss es in erster Linie sicher bei den ursprünglichen Zielsetzungen bleiben und nicht wie Ebay abrutschen in eine reine kommerzielle Plattform, die ihre Ursprünge vergessen hat. Aber gerade die User dieser Plattform sind sicher auf der Suche nach neuen innovativen Portalen, die auch ihnen wieder Möglichkeiten zum Tauschhandel geben. Gerade in Deutschland gibt es sicher ein riesiges Nutzerpotenzial für eine solche Tauschbörse.
Kontakt:http://www.neighborgoods.net/
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