uShip - Ein Marktplatz bringt Bewegung
"Dreimal umziehen ist wie einmal abbrennen", weiß der Volksmund...
Aber schon der Transport wertvoller Einzelstücke kann zu einem zeit- und kostenintensiven Abenteuer werden, bei dem manchmal im wahrsten Sinne des Wortes Werte auf der Strecke bleiben. Deswegen vertrauen viele Verbraucher Fachfirmen, die sich auf den Transport wertvoller Möbel, zerbrechlicher Gegenstände und sperriger Frachten spezialisiert haben. Diese Spezialtransporte verteuern sich oft, indem Frachtraum nicht vollständig genutzt wird. Genau hier setzt die Geschäftsidee von Matt Chasen am. Seit 2004 ist mit uship.com eine Auktionsplattform online, auf der Frachtraum und Transportdienstleistungen zu erwerben sind. Angeboten und ersteigert wird in vielen Kategorien von Haustieren über Kraftfahrzeuge, Boote und Möbel bis zu Schwergut.
Das Prinzip ist denkbar einfach: Kunden stellen kostenfrei ihre Frachtaufträge ein und Transportunternehmen bieten in einer Rückwärtsversteigerung ihre Leistungen an. Auch Festpreisangebote oder die Anforderung von Direktgeboten ausgesuchter Dienstleister sind möglich. Da Vertrauen ein zentraler Vertragsbestandteil ist, hat uShip ein Bewertungssystem als Entscheidungshilfe für beide Seiten integriert. So erkennen Unternehmen vorab die Zahlungsmoral der Kunden, die sich umgekehrt auf Basis vorhandener Bewertungen frei entscheiden können, wem sie ihre ideellen oder materiellen Wertgegenstände anvertrauen möchten.
Erfolg von Anfang an
Wie viele aussichtsreiche Geschäftsideen entstand uShip aus dem Erkennen einer Marktlücke im Alltag. 2001 wollte die Mutter des Gründers Matt Chasen eine antike Kommode vom US-Staat Ohio nach Texas transportieren lassen. Sämtliche angefragten Unternehmen veranschlagten Transportkosten, die den Wert des Möbelstücks weit überstiegen. So blieb die Kommode, wo sie war. Ein Jahr später zog Chasen um und war gezwungen, einen für seine Zwecke viel zu großen Transporter zu mieten. "Ich wünschte, ich hätte Leute mit halbleeren Trucks getroffen als meine Mutter ihre Kommode versenden wollte", dachte er - und die Idee für uShip war geboren. Den Business Plan für einen Online-Marktplatz, der klassische Transportdienstleistung und Endverbraucher zusammenbringt, entwickelte er mit Jay Manickam und Mickey Millsap. Sie entwarfen ein Konzept, mit dem sich das B2C-Geschäft im Internet zu neuer Qualität entfaltete.
2004 wurde die Geschäftsidee als Finalist des US Moot Corp Business Plan Wettbewerbs ausgezeichnet. Im Folgejahr konnte das junge Unternehmen Benchmark Capital als Kapitalgeber gewinnen. Der Investor hatte sein Gespür für zukunftsträchtige Geschäftsmodelle in den 1990ern mit der Förderung des Internet-Auktionshauses eBay bewiesen. Heute halten in Austin, Texas, 50 Angestellte eine weltweit tätige und bislang ausschließlich englischsprachige Website in Gang.
Win-Win im klassischen Sektor
Die Geschäftsidee von uShip repräsentiert eine klassische Win-Win-Situation für Auftraggeber und Auftragnehmer. Privatpersonen, Gründer und kleinere Unternehmen profitieren von günstigen Tarifen für alle Gelegenheitstransporte von Umzügen über Geschäftsumsiedlungen bis zu Einzeltransporten. Das Sparpotential liegt im Durchschnitt bei 60 Prozent der Kosten für einen Direktauftrag.
Für Speditionen bietet das Ersteigern von Frachtaufträgen deutliche Kostenvorteile, denn jeder ausgelastete Transport bedeutet Verlustvermeidung. Außerdem bietet die Geschäftsidee für Logistiker den Vorteil, Zuladungen kurzfristig organisieren zu können. Wer zuverlässig und sicher arbeitet, kann darüber hinaus den Werbeeffekt positiver Bewertungen nutzen.
Steigende Energiekosten und umweltpolitisch motivierte Verteuerungen durch Mautanhebungen oder Steuererhöhungen machen perspektivisch eine optimale Ressourcenauslastung für viele Transportunternehmen auch auf dem hiesigen Markt zur Überlebensgarantie. Das Volumen eines Geschäftsmodells, mit dem gleichzeitig Kunden leichteren Zugang zu preiswerten Transportdienstleistungen bekommen, wird deutlich am uShip-Umsatz: Seit 2004 haben Auftragnehmer mehr als 125 Millionen US-Dollar Transaktionsgebühren gezahlt. Offensichtlich hat Matt Chasen eine Plattform geschaffen, die viel Bewegung in die Beförderungsbranche bringt.
Kontakt: http://www.uship.com/
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