Wahrsagerei als moderne Geschäftsidee
Wer sich bisher noch nie mit der Wahrsagerei beschäftigt hat, mag es für eine überkommene und etwas zwielichtige Attraktion vom Rummelplatz halten.
Früher gab es auf jedem Jahrmarkt einen geheimnisvollen Wohnwagen, in dem eine Wahrsagerin ihre Voraussagen über die Zukunft machte. Man zahlte seinen Obolus mit einem leichten Schaudern. Nahm das seltsame wohnliche Ambiente mit leisen Zweifeln und einem verlegenen Kichern wahr - und war anschließend froh, dem düsteren Wagen entronnen zu sein. Sofern die Voraussagen eintrafen, staunte man nicht schlecht. Trafen sie nicht ein, vergaß man die Sache schnell wieder. Wahrsagerei war damals eine Domäne der Frauen.
Doch im heutigen Zeitalter der Esoterik kann die Wahrsagerei durchaus eine Geschäftsidee sein, mit der man sich erfolgreich selbständig machen kann. Moderne Kunden erwarten allerdings jemanden, der die Sache professionell und mit dem nötigen Handwerkszeug angeht. Ein bisschen Mystik und Geheimnisvolles darf ruhig auch heutzutage dazu gehören - schließlich kann ein gewisser Showanteil durchaus als effektvolles Beiwerk nützlich sein. Wichtiger aber ist das Vertrauen zwischen dem Kunden und dem, der diesen Beruf ausübt. Sein Können und seine Erfahrung sollten im Mittelpunkt stehen und der Kunde sollte sich wohlfühlen können. Das Umfeld und der angepeilte Kundenstamm entscheiden also über das Ambiente!
Die Kunst des Wahrsagens und Hellsehens kann durchaus eine angeborene Gabe sein, sie kann aber auch erlernt werden - und zwar von beiden Geschlechtern. Ob man hellseherisch veranlagt ist oder Ereignisse nach bestimmten Regeln auswertet, hängt ganz vom gewählten Geschäftsinhalt ab. Tätigkeiten wie Handlesen, Kartenlegen, die Anwendung der Numerologie oder astrologische Berechnungen eröffnen ein breites Tätigkeitsfeld, mit dem man die Gegenwart interpretieren oder die Zukunft voraussagen kann. Professionalität, ernsthafte Auseinandersetzung, Vielseitigkeit und Praxiserfahrung machen diese Geschäftsidee zum erfolgreichen Berufszweig. Letzten Endes muss man üben, üben, üben. Denn erst die Praxis macht einen zum guten Wahrsager, der seinen Lebensunterhalt mit diesem Berufszweig verdienen kann. Wie in allen anderen Berufen auch, sollte man sich zunächst mit den Wissensinhalten befassen und dann mit der Praxis. Auch in diesem Beruf können gutes Marketing und Akquise wahre Wunder bewirken, wenn es um die Erweiterung und Pflege des Kundenkreises geht. Die beste Empfehlung in diesem Beruf ist und bleibt allerdings die Mundpropaganda! Es kann nicht schaden, sich von einer erfahrenen Wahrsagerin anlernen zu lassen. Eine solide Ausbildung macht auch hier Sinn - egal, ob man nun im Haupt- oder Nebenerwerb wahrsagen möchte! Rechnen Sie im Übrigen damit, dass Sie genau so vielen Skeptikern begegnen wie solchen Menschen, die Ihre Hilfe und Ihren Rat suchen. Je seriöser Sie ihre Geschäftsidee aufziehen, desto erfolgreicher werden Sie sein!
Literatur zur Wahrsagerei
George Minois schrieb 1996 die erste große Monografie über die Wahrsagerei, in der 25 Voraussage-Methoden benannt werden, die in Europa bekannt sind. Gabriele Hoffmanns Buch „Wahrsagen\" oder Eva-Christine Wetterers Buch „Der heiße Draht zur Zukunft\" können als gut lesbare Einführungen in das Gebiet dienen. Mehr Informationen finden Sie hier http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=wahrsagen .
Webseiten erfolgreicher Wahrsagerinnen
Deutschlands bekannteste Wahrsagerin ist wohl Gabriele Hoffmann (http://www.gabriele-hoffmann.de/), deren angenehm zurückhaltende Homepage seriös wirkt. Deutlich lauter funktioniert die Vermarktungsstrategie der Event-Wahrsagerin Nina (http://www.wahrsagerin-nina.de /), die ihre Berufsinhalte als einmaliges Erlebnis vermittelt. Eine erfahrene Wahrsagerin und Hellseherin gibt Auskunft im TAZ-Interview (http://www.taz.de/1/berlin/berliner-koepfe/artikel/1/maenner-durchschaut-man-leichter/ ). Als interessante Anlaufstelle im Netz entpuppt sich auch www.viversum.de , ein Zusammenschluss verschiedener Fachleute im esoterischen Bereich. Wer sich auf die Suche begibt, wird zahlreiche weitere Quellen finden und kann sich selbst ein Bild machen.
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